17 June 2026, 17:52

Brandenburgs Schulen kooperieren mit Bundeswehr für politische Bildung

Deutsche Militärjugendoffiziere können Schulen besuchen

Brandenburgs Schulen kooperieren mit Bundeswehr für politische Bildung

Brandenburgs Bildungsministerium und die Bundeswehr unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zur Förderung der politischen Bildung an Schulen

Das Brandenburgische Bildungsministerium und die Bundeswehr haben eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um die politische Bildung an Schulen zu stärken. Die Vereinbarung schafft einen verbindlichen Rahmen für die langfristige Zusammenarbeit beider Institutionen. Schulen erhalten damit die Möglichkeit, Jugendoffiziere der Bundeswehr als externe Referentinnen und Referenten in den Unterricht einzuladen.

Im Rahmen der Vereinbarung können die Jugendoffiziere zu Themen wie deutscher Außen- und Sicherheitspolitik, globalem Krisenmanagement sowie nationalen und europäischen Sicherheitsinteressen eingeladen werden. Ihre Aufgabe besteht darin, als Gesprächspartner zu fungieren und so das kritische Urteilsvermögen der Schülerinnen und Schüler sowie ihr Verständnis für staatliche Verantwortung zu fördern.

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Die Offiziere handeln dabei nach den Grundsätzen des Beutelsbacher Konsenses, der eine strikte Indoktrinationsverbote vorsieht. Oberst Nikolas Scholtka, Kommandeur des Landeskommandos Brandenburg, betonte die Bedeutung einer multiperspektivischen Auseinandersetzung mit sicherheitspolitischen Entwicklungen.

Die Teilnahme am Programm bleibt für Schulen freiwillig. Sie können Jugendoffiziere nur dann einladen, wenn dies zum bestehenden Lehrplan passt. Die Vereinbarung verpflichtet Bildungseinrichtungen zu keinen Maßnahmen.

Die BSW-Fraktion im Landtag hat die Kooperation scharf kritisiert und als „institutionalisierte Kriegspropaganda“ im Klassenzimmer bezeichnet. Die Fraktion fordert die sofortige Aussetzung des Abkommens. Trotz der Kritik zielt der Rahmen darauf ab, Schülerinnen und Schülern Einblicke in sicherheitspolitische Fragen und staatliche Verantwortung zu vermitteln.

Quelle