17 March 2026, 00:12

Brandanschläge in München: 32-Jähriger wegen Millionenschaden vor Gericht

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem brennenden Gebäude mit dicken Rauchwolken, unter Text, der "Die Verwüstungen durch die Aufständischen von London beim Abfackeln des neuen Gefängnisses von Newgate" liest.

Brandanschläge in München: 32-Jähriger wegen Millionenschaden vor Gericht

Ein 32-jähriger Mann muss sich wegen einer Serie von Brandanschlägen in und um München vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft München wirft ihm zwei Brandstiftungen und einen versuchten Anschlag vor, wobei der Gesamtschaden bei etwa einer Million Euro liegt. Die Behörden vermuten Zusammenhänge mit Dutzenden ähnlichen Vorfällen, die seit August 2023 kritische Infrastruktur zum Ziel hatten.

Der Fall wurde mittlerweile an die Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) übergeben. Die Ermittler gehen von politischen Motiven aus und verweisen auf mögliche extremistische Verbindungen.

Die mutmaßlichen Taten des Beschuldigten begannen im Juli 2024, als er in Oberhaching bei München einen Bauzug in Brand gesetzt haben soll. Monate später soll er Baumaschinen auf einem Firmengelände im Münchner Norden angezündet und dabei erheblichen Schaden angerichtet haben. Ein dritter Versuch – ein gescheiterter Brandanschlag auf eine Windkraftanlage in Berg – konnte vereitelt werden, bevor er gelingen konnte.

Die Polizei erkennt ein Muster in den Vorfällen. Seit August 2023 kommt es in München und Umgebung immer wieder zu Brandanschlägen auf Mobilfunkmasten, Bahnanlagen und andere wichtige Infrastruktur. Zudem wurden mehrfach Polizeifahrzeuge in Brand gesteckt.

Die ZET übernahm die Ermittlungen, nachdem mögliche extremistische Hintergründe aufgedeckt worden waren. Die Staatsanwaltschaft gibt an, der Beschuldigte habe in einem anarchistischen Medium Texte veröffentlicht, die Straftaten verherrlichten. Nun muss das Landgericht München I entscheiden, ob es zu einer Anklage kommt.

Unklar bleibt bisher die genaue Zahl der damit in Verbindung stehenden Brandanschläge. Die Behörden vermuten jedoch eine breiter angelegte Kampagne. Konkrete Details dazu, welche Infrastrukturziele in den letzten Monaten besonders häufig betroffen waren, liegen nicht vor.

Der Beschuldigte wartet nun auf die gerichtliche Entscheidung, ob das Verfahren eröffnet wird. Bei einer Verurteilung drohen ihm schwere Strafen für die Brandstiftungen und die angerichteten finanziellen Schäden. Die Ermittlungen zu möglichen weiteren Verbindungen zwischen den Vorfällen laufen derweil weiter.

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