"Blasiusblick" in Kaufbeuren: Denkmalschutz zwingt Projekt zu radikaler Schrumpfung
Bert Biggen"Blasiusblick" in Kaufbeuren: Denkmalschutz zwingt Projekt zu radikaler Schrumpfung
Pläne für das Wohnprojekt "Blasiusblick" in Kaufbeuren nach Denkmalschutz-Entscheid stark verändert
Die Pläne für das Wohnprojekt Blasiusblick in Kaufbeuren haben nach einem Beschluss des Denkmalschutzes erhebliche Änderungen erfahren. Das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege stoppte den Bau in der Nähe der historischen Stadtmauer und des Märzenbachs. Die Entwickler müssen nun die Zahl der Wohnungen reduzieren und zentrale Infrastruktur umplanen.
Ursprünglich sollte Blasiusblick auf einem etwa einen Hektar großen Brachland 100 Wohnungen in acht Wohnblöcken umfassen. Das Projekt war als autofreies, modernes Quartier mit einem zentralen Heizsystem konzipiert. Doch 2024 lehnte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege die Pläne für zwei der acht Blöcke wegen denkmalschützerischer Bedenken ab.
Da der Bau zwischen der alten Stadtmauer und dem Bach nun untersagt ist, mussten die Planer ihr Konzept überarbeiten. Die überarbeitete Version sieht nun etwas mehr als 50 Wohnungen vor. Versorgungsleitungen wurden verlegt, und das Heizsystem wurde auf dezentrale, emissionsarme Einheiten umgestellt, um den Auflagen des Denkmalschutzes gerecht zu werden.
Die Anpassungen erforderten erhebliche Änderungen an den Energie- und Infrastrukturplänen des Projekts. Trotz der Rückschläge bleibt das Kernziel eines nachhaltigen, autofreien Stadtteils jedoch bestehen.
Durch die Entscheidung der Denkmalschutzbehörde wurde die Projektgröße nahezu halbiert. Zwei gesamte Wohnblöcke entfallen, und die verbleibenden Gebäude müssen strengere Gestaltungsvorgaben einhalten. Die Entwickler arbeiten nun daran, die überarbeiteten Pläne zu finalisieren, bevor mit dem Bau begonnen werden kann.






