Berechnungsfehler kostet Staat Millionen bei Auslandszulagen für Beamte
Anto LehmannBerechnungsfehler kostet Staat Millionen bei Auslandszulagen für Beamte
Die deutsche Regierung hat aufgrund eines Berechnungsfehlers zu hohe Auslandszulagen an Beamte gezahlt, die im Ausland tätig sind. Der Fehler führte zu überhöhten Einstufungen der Zonenklassen an mehreren Auslandsvertretungen. Etwa ein Drittel der Standorte war von der Fehlkalkulation betroffen.
Der Fehler betraf die Bewertung der Zonenstufen, die die Höhe der Zulagen bestimmen. Diese werden von einem privaten Unternehmen berechnet und berücksichtigen sowohl Preisunterschiede bei Waren und Dienstleistungen als auch nicht materielle Faktoren. Von der Fehleinschätzung waren 71 von 220 Auslandsvertretungen betroffen.
Der finanzielle Schaden durch die Überzahlungen wird auf rund fünf Millionen Euro geschätzt. Das Auswärtige Amt hat die Zonenstufen in der diesjährigen Anpassung bereits korrigiert. Nun prüfen Beamte, ob Schadensersatz von dem für die Fehlberechnung verantwortlichen Unternehmen eingefordert werden soll.
Die angepassten Zonenstufen sollen künftig für korrekte Zulagenzahlungen sorgen. Die Regierung prüft weiterhin, wie die verlorenen Mittel zurückerstattet werden können. Der Vorfall unterstreicht, wie wichtig präzise Berechnungen bei Auslandszulagen sind.






