Grüne Ampel: Bayern stellt 30 Millionen Euro für Römisches Museum bereit - Augsburgs neues Römermuseum: 30 Millionen Euro für antikes Erbe
Augsburg treibt Pläne für ein lang ersehntes Römermuseum voran – mehr als ein Jahrzehnt, nachdem das letzte seine Pforten schloss. Die Stadt, einst eine der wichtigsten römischen Siedlungen nördlich der Alpen, hat von München 30 Millionen Euro für das Vorhaben zugesagt erhalten. Ein entscheidender Schritt, um das antike Erbe der Öffentlichkeit wieder zugänglich zu machen.
Das Projekt gewann an Fahrt, nachdem die bayerische Landesregierung zugesagt hatte, die Hälfte der geschätzten 60 Millionen Euro Baukosten zu übernehmen. Zudem stellt der Freistaat ein Grundstück zur Verfügung: den ehemaligen Gefängniskomplex in der Karmelitengasse, der nach Zustimmung des Stadtrats als Standort für das neue Museum dienen soll. Dort sollen dann Exponate und Ausstellungen aus Augsburgs römischer Vergangenheit präsentiert werden.
Die Stadt wurde vor über 2.000 Jahren von Kaiser Augustus gegründet und entwickelte sich zu einer der bedeutendsten römischen Niederlassungen der Region. In der Umgebung haben Archäologen bedeutende Grabungsstätten dokumentiert, darunter Überreste der römischen Stadtmauer, der Fund der Zirbelnuss am Augsburger Dom sowie Spuren der Handelsroute Via Claudia Augusta. Weitere Stätten entlang des Limes in Günzburg und Kellmünz liefern zudem spätantike Militärfunde, die die Sammlung des Museums bereichern könnten.
Die neue Einrichtung wird eng mit der Landesausstellung "Römisches Bayern" verknüpft sein, die von der Archäologischen Staatsammlung München kuratiert wird. Bei reibungslosem Verlauf könnte das Museum 2033 seine Türen öffnen. Bevor die Arbeiten beginnen, muss der Stadtrat jedoch noch das endgültige Placet geben.
Mit den zugesagten 30 Millionen Euro rückt das Römermuseum in Augsburg der Verwirklichung einen großen Schritt näher. Nach seiner Fertigstellung wird es die tiefen historischen Wurzeln der Stadt zeigen und mit überregionalen Ausstellungen kooperieren. Der Erfolg des Projekts hängt nun von der finalen Entscheidung des Stadtrats und der zügigen Nutzung des vorgesehenen Geländes ab.






