Anna Scherer polarisiert mit Buch Gleichheitswahn und konservativen Thesen
Kuno GeislerAnna Scherer polarisiert mit Buch Gleichheitswahn und konservativen Thesen
Anna Scherer, eine 37-jährige Mutter von fünf Kindern, hat sich als konservative TikTok-Influencerin eine große Fangemeinde aufgebaut. Mit über 160.000 Followern auf ihrem Account (@anna_scherer_jf) wirbt sie nun in der Bibliothek des Konservatismus in Berlin für ihr Debütbuch Gleichheitswahn. Ihre Positionen zu Migration, Feminismus und Rassismus sorgen sowohl für Debatten als auch für Kritik.
Scherers Online-Präsenz ist stetig gewachsen und erreichte Anfang 2026 etwa 150.000 Follower. Auf ihrer Plattform stellt sie gängige Narrative infrage und bezeichnet aktuelle Diskussionen über Hautfarbe als "hochgiftig, krankhaft und spaltend". Stattdessen plädiert sie dafür, dass Frauen mehr Männer bräuchten, die sie lieben und unterstützen – statt ideologischer Grabenkämpfe.
Sie wirft Feministinnen vor, Themen wie Geschlechtertrennung, Massenmigration und Massenvergewaltigungen zu ignorieren. Aus ihrer Sicht schadet vor allem die Linke, indem sie Rassismus als "strukturelle Verschwörung der Weißen" gegen Menschen mit Migrationshintergrund darstelle. Scherer lehnt auch politisch aufgeladene Begriffe wie People of Color oder das deutsche Wort Schwarz ab und bezeichnet sie als unnötige Spaltungsversuche.
Ihr Auftritt in der TV-Sendung 13 Fragen löste Spott aus, doch sie lässt sich davon nicht beirren. Sie erklärte, bei einer erneuten Einladung wieder teilzunehmen. Über ihre Medienpräsenz hinaus warnt sie, dass "unkontrollierte Migration", insbesondere durch Anhänger des Islam, den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Deutschland bedrohe.
Bei der Buchvorstellung hielt Scherer nicht mit Kritik zurück. Sie warf der Linken vor, den Aufstieg der AfD (Alternative für Deutschland) falsch eingestuft zu haben, während sie gleichzeitig Politiken vorantreibe, die aus ihrer Sicht die nationale Einheit schwächen.
Mit ihrem Buch und ihren öffentlichen Äußerungen festigt Scherer ihren Ruf als polarisierende Stimme in den deutschen Kulturdebatten. Ihre Ablehnung progressiver Sprachregelungen und ihr Fokus auf Migration finden bei ihrer wachsenden Anhängerschaft Anklang. Gleichzeitig stellen Kritiker ihre Positionen zu Rassismus, Feminismus und nationaler Identität weiterhin infrage.






