16 March 2026, 22:15

Anke Engelke als Bahnmitarbeiterin: Sechs Monate unterwegs mit Humor und Kritik

Schwarz-weiß-Zeichnung von Menschen, die auf einen Zug schauen mit "humoristische Listen 18" darauf.

Anke Engelke als Bahnmitarbeiterin: Sechs Monate unterwegs mit Humor und Kritik

Komikerin und Schauspielerin Anke Engelke hat über sechs Monate lang in verschiedenen Rollen bei der Deutschen Bahn gearbeitet. Im Rahmen eines kreativen Projekts schlüpfte sie sogar in die Rolle einer Zugbegleiterin und logistischen Mitarbeiterin. Während ihrer Zeit beim Unternehmen entstand zudem eine humorvolle Webserie über das Leben auf der Schiene.

Engelkes Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn begann damit, dass sie unterschiedliche Tätigkeiten im Unternehmen ausprobierte. Sie arbeitete in der Logistik, unterstützte als Zugbegleiterin und erhielt Coachings, um schwierige Situationen zu meistern. Ihr Ziel war es, den Arbeitsalltag der Bahnmitarbeitenden hautnah mitzuerleben.

In dieser Zeit entwickelte sie auch Tina, die Zugmanagerin, eine zehnteilige Webserie. Mit Humor und Selbstironie zeigte die Serie die alltäglichen Herausforderungen und Eigenheiten des Bahnpersonals. Engelke, die selbst häufig mit der Bahn unterwegs ist, trug dabei stets eine Maske – auch noch, als die offizielle Pflicht bereits aufgehoben war.

Die Kooperation geriet in die Kritik, als die von Engelke mitgestaltete Kampagne Boah, Bahn! wegen des Zeitpunkts scharf angegriffen wurde. Trotz Verspätungen, Serviceproblemen und eines tragischen Angriffs auf einen Zugbegleiter sollte die Aktion mit Humor das Image der Bahn aufpolieren. Schließlich wurde sie jedoch eingestellt. Zwar weckte sie kurzfristig das öffentliche Interesse am Bahnfahren, doch konkrete Verbesserungen der Arbeitsbedingungen oder des Ansehens der Beschäftigten blieben aus.

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Engelkes Zeit bei der Deutschen Bahn gab ihr einen tieferen Einblick in die Branchenprobleme. Ihre Webserie bleibt ein humorvoller Ausschnitt des Bahnalltags. Die Wirkung der größeren Kampagne hingegen war begrenzt – an den Arbeitsbedingungen und der öffentlichen Wahrnehmung änderte sich wenig.

Quelle