25 March 2026, 16:16

Aminata Belli kämpft mit #SagNichtNichts gegen Mobbing und Hass im Netz

Plakat mit der Aufschrift "Die Anti-Kinderarbeit-Bewegung in Missouri" zeigt besorgte Menschen in traditioneller Kleidung, einige stehen, einige sitzen, mit Text oben und unten.

Der Moderator geht gegen Mobbing vor - Aminata Belli kämpft mit #SagNichtNichts gegen Mobbing und Hass im Netz

Aminata Belli, 33, erhebt im Rahmen der #SagNichtNichts-Kampagne ihre Stimme gegen Mobbing. Die von der Aktion Mensch unterstützte Initiative setzt sich gegen Ausgrenzung und Hass in Schulen, am Arbeitsplatz und im Netz ein. Belli selbst zog sich Anfang dieses Jahres vorübergehend aus den sozialen Medien zurück – nach einer Flut von Hassnachrichten.

Die Kampagne ruft dazu auf, das Schweigen zu brechen. Doch Studien zeigen: Rund 80 Prozent der betroffenen Jugendlichen schweigen aus Angst, Scham oder Hoffnungslosigkeit. Mobbing kann ganze Lebensabschnitte prägen – ob in der Schule, im Beruf oder im Internet. Für Belli ist das Thema persönlich. Anfang des Jahres zwang sie eine Welle anhaltender Hasskommentare zu einer Pause in den sozialen Medien. Diese Auszeit war nötig, wie sie beschreibt: Sie fühlte sich körperlich und seelisch erschöpft.

Seitdem besucht sie Schulen in Norddeutschland, um über Mobbing, Leistungsdruck und psychische Gesundheit zu sprechen. Zwar wird das Thema oft im Unterricht behandelt, doch Belli ist überzeugt: Offene Gespräche unter Schüler:innen schaffen echtes Verständnis. Ein besonderer Moment für sie war ein Auftritt in der NDR-Talkshow "deep und deutlich" mit Johannes und Philipp Mickenbecker.

Soziale Medien haben es einfacher gemacht, Hass und Mobbing zu verbreiten – und schwerer, sie zu kontrollieren. Fast die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland erlebt irgendwann Mobbing. Belli betont: Niemand verdient eine solche Behandlung. Sie ermutigt Betroffene, sich zu äußern, Hilfe zu suchen, und fordert Zuschauer:innen auf, Zivilcourage zu zeigen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Für Belli geht es in der Kampagne auch darum, unangenehme Wahrheiten anzusprechen. Sie thematisiert Diskriminierung und Rassismus, die Mobbing oft befeuern. Ihr Ziel ist es, das Tabu zu brechen und Betroffenen zu helfen, Kraft und Unterstützung zu finden. Die #SagNichtNichts-Kampagne kämpft weiter für Veränderung, auch wenn unklar ist, wie viele Schulen an den begleitenden Workshops teilnehmen. Bellis eigene Erfahrungen und ihre Schulbesuche unterstreichen die Dringlichkeit des Problems. Die Botschaft ist klar: Mobbing darf nicht ignoriert werden – und jede:r kann etwas dagegen tun.

Quelle