Allianz übernimmt Kontrolle über Singapurs drittgrößten Krankenversicherer für 1,5 Milliarden Euro
Anto LehmannAllianz übernimmt Kontrolle über Singapurs drittgrößten Krankenversicherer für 1,5 Milliarden Euro
Allianz übernimmt Mehrheitsbeteiligung an Income Insurance in Singapur
Die Allianz steht kurz davor, eine Mehrheitsbeteiligung an Income Insurance, dem drittgrößten Krankenversicherer Singapurs, zu erwerben. Der Deal bewertet das Unternehmen auf rund 1,5 Milliarden Euro, wobei Allianz 40,58 Singapur-Dollar pro Aktie bietet – ein Aufschlag von 37 Prozent auf den Buchwert von Income Insurance.
Durch die Transaktion sichert sich Allianz mindestens 51 Prozent der Anteile und damit die Kontrolle über das Unternehmen. Der bisherige Mehrheitseigner, die Genossenschaft NTUC Enterprise Co-Operative, bleibt jedoch weiterhin maßgeblich am Geschäft beteiligt. Beide Seiten haben voraussichtlich bereits vorläufige Rückendeckung von den Aufsichtsbehörden erhalten, auch wenn die formelle Genehmigung noch aussteht.
Income Insurance bedient fast zwei Millionen Kunden und erzielte 2023 Bruttoprämieneinnahmen in Höhe von 3,75 Milliarden Singapur-Dollar (umgerechnet 2,55 Milliarden Euro). Für Allianz stärkt die Übernahme ihre Position auf dem asiatischen Sach- und Unfallversicherungsmarkt und katapultiert das Unternehmen von Platz neun auf Rang vier. Zudem erwartet der Konzern durch den Deal erhebliche Synergien im Bereich der Lebensversicherungen.
Die Finanzkennziffern der Allianz bleiben solide: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liegt bei etwa zehn – unter dem DAX-Durchschnitt von 13 –, während die Dividendenrendite über fünf Prozent beträgt. Für das zweite Quartal wird eine leichte Steigerung des Gewinns je Aktie auf 5,83 Euro erwartet, wenn die Zahlen am 8. August veröffentlicht werden.
Mit der Übernahme baut Allianz ihre Präsenz in Asien weiter aus und bereichert ihr Versicherungsportfolio. Die Kundenbasis und die Prämieneinnahmen von Income Insurance werden künftig zum regionalen Wachstum des Konzerns beitragen. Noch ausstehend ist die endgültige regulatorische Freigabe, bevor der Deal abgeschlossen werden kann.






