Allgäu prüft Beitritt zum Münchner Verkehrsverbund nach Vorstoß der Nachbarn
Jonas SeifertAllgäu prüft Beitritt zum Münchner Verkehrsverbund nach Vorstoß der Nachbarn
Kempten und der Landkreis Oberallgäu prüfen Optionen nach Interesse zweier Nachbarregionen am Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV)
Die Städte und Landkreise erwägen ihre nächsten Schritte, nachdem zwei benachbarte Landkreise ihr Interesse am Beitritt zum MVV bekundet haben. Der Vorstoß folgt auf jahrelange Diskussionen über die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im Allgäu. Lokale Verantwortungsträger haben nun den ersten offiziellen Schritt unternommen, um die Idee weiter zu verfolgen.
Die Ausgestaltung des öffentlichen Verkehrs im Allgäu ist seit Jahrzehnten ein wiederkehrendes Thema. Das langfristige Ziel war stets die Schaffung eines einheitlichen Netzes, das die Region effizienter verbindet. Kürzlich signalisierten Kaufbeuren und der Landkreis Ostallgäu ihre Absicht, dem MVV beizutreten – was Kempten und Oberallgäu nun dazu veranlasst, über ihr eigenes weiteres Vorgehen nachzudenken.
Lokale Politiker haben sich bereits auf eine erste Maßnahme geeinigt: Bis Ende 2024 sollen die genauen Bedingungen für einen Beitritt zum MVV geklärt werden. Der Kreistag unterstützt diesen Plan, während der Kemptener Stadtrat noch über die Vorlage abstimmen muss. Eine endgültige Entscheidung, ob die Integration in das Münchner Netz praktikabel ist, könnte noch in diesem Jahr fallen.
Der Prozess zur Prüfung der Machbarkeit eines MVV-Beitritts läuft bereits. Bei Erfolg könnte die Veränderung die Verkehrsanbindungen im gesamten Allgäu neu gestalten. In den kommenden Monaten wird sich zeigen, wie das Vorhaben weiterverfolgt wird.






