Allershausens Apotheke schließt nach elf Jahren wegen Personalmangels für immer
Jonas SeifertAllershausens Apotheke schließt nach elf Jahren wegen Personalmangels für immer
Apotheke in Allershausen schließt nach elf Jahren ihre Türen
Die Amper Apotheke in Allershausen wird Mitte Oktober nach elf Jahren ihre Pforten für immer schließen. Inhaberin Christine Skaric traf diese schmerzhafte Entscheidung aufgrund massiver Personalengpässe, die einen Weiterbetrieb unmöglich machten. Die Nachricht hat viele Stammkunden erschüttert und bestürzt.
Die Schließung wurde bereits im August bekannt gegeben – nach monatelangen, sich verschärfenden Personalproblemen. Innerhalb eines Jahres verlor Skaric vier Mitarbeiter, sodass ihr schließlich zu wenig Personal blieb, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Trotz aller Bemühungen gelang es ihr nicht, die freien Stellen zu besetzen – auch weil in der Region München ein flächendeckender Mangel an Apothekern herrscht.
Laut der Bayerischen Landesapothekerkammer sind derzeit über 500 Stellen in der Branche unbesetzt. Apothekenbesitzer versuchen verzweifelt, mit deutlich überdurchschnittlichen Gehältern Fachkräfte anzulocken. Für Skaric kamen diese Maßnahmen jedoch zu spät, um ihre Apotheke zu retten.
Die Amper Apotheke war seit ihrer Eröffnung vor elf Jahren eine feste Größe in Allershausen. Mit ihrer Schließung endet eine langjährige lokale Institution. Skaric bestätigte, dass sie nach der Aufgabe der Apotheke an anderer Stelle weiter als Apothekerin arbeiten wird.
Damit bleibt Allershausen erstmals seit über einem Jahrzehnt ohne eigene Apotheke vor Ort. Skarics Abschied unterstreicht die anhaltenden Herausforderungen, mit denen kleine Unternehmen im Gesundheitssektor kämpfen. Die übergreifende Apothekerknappheit in Bayern zeigt bisher keine Anzeichen einer Besserung.






