15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen von Geflüchteten mit Behinderungen
Kuno Geisler15. Inklusionsforum diskutiert Herausforderungen von Geflüchteten mit Behinderungen
15. Inklusionsforum: Flucht. Migration. Behinderung
Diese Woche fand im Landratsamt Regensburg das 15. Inklusionsforum unter dem Titel Flucht. Migration. Behinderung statt. Rund 35 Fachkräfte aus Beratungsstellen, Jobcentern und der öffentlichen Verwaltung kamen zusammen, um sich mit den Bedürfnissen von geflüchteten und migrierten Menschen mit Behinderungen auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen der Zugang zum Arbeitsmarkt, Sprachbarrieren sowie die anstehende EU-weite Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS).
Landrätin Tanja Schweiger eröffnete die Veranstaltung mit einem Appell an die Bedeutung starker Netzwerke, um lokale Unterstützungssysteme zu verbessern. Besonders betonte sie, dass nur durch enge Zusammenarbeit die Herausforderungen bewältigt werden könnten, vor denen Menschen mit Behinderungen und Fluchterfahrung stehen.
Im Forum wurden konkrete Lösungsansätze für die Integration von Neuankömmlingen mit Behinderungen in den Arbeitsmarkt erörtert. Als zentrales Problem kristallisierte sich die sprachliche Vermittlung heraus – die Teilnehmer:innen tauschten sich über Strategien aus, um Kommunikationshürden zu überwinden. Ein weiteres großes Thema war die geplante GEAS-Reform der EU, die von allen Mitgliedstaaten bis zum 12. Juni 2026 standardisierte Asylverfahren verlangt.
Deutschland hat bereits erste Schritte unternommen und am 27. Februar 2026 ein Anpassungsgesetz verabschiedet. Die Reform sieht eine verpflichtende Registrierung vor und in bestimmten Fällen beschleunigte Verfahren an den Außengrenzen. Unklar bleibt jedoch, wie viele EU-Länder ihre nationalen Umsetzungspläne bereits finalisiert haben.
Das Forum endete mit dem gemeinsamen Bekenntnis, die Unterstützungsstrukturen für Menschen mit Behinderungen und Migrationshintergrund weiter zu verbessern. Die Teilnehmer:innen nahmen konkrete Ideen zu Sprachzugang, Beschäftigungsförderung und der Bewältigung der GEAS-Reform mit. Die nächsten Schritte hängen nun von der fortgesetzten Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden und Trägern ab.






