Zukunft des Kaufhausgebäudes am Neupfarrplatz bleibt ungewiss
Das ehemalige Kaufhausgebäude am Neupfarrplatz wurde verkauft – und löst damit Debatten über seine künftige Nutzung aus. Medienberichten zufolge soll dort ein arabisch-islamisches Kulturkaufhaus entstehen, doch vor einer Umnutzung stehen erhebliche Hürden. Die Stadt hat nun bis Anfang März Zeit, den Kauf zu prüfen und über das weitere Vorgehen zu entscheiden.
Die Verkaufsnachricht traf die Stadtverwaltung unerwartet: Erst als der notariell beglaubigte Kaufvertrag eintraf, erfuhr sie davon. Seither scheiterten alle Versuche, Kontakt zum Käufer aufzunehmen oder eine dahinterstehende Investorengruppe zu identifizieren. Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer betonte zwar Gesprächsbereitschaft, machte aber klar, dass die Stadt nur unter strengen Auflagen verhandeln werde.
Das Gebäude selbst bedarf vor einer Wiedereröffnung umfangreicher Sanierungsarbeiten. Zudem erschwert ein bestehendes Erbbaurecht an Teilen der Immobilie eine vollständige Übernahme durch die Stadt – diese rechtliche Beschränkung begrenzt ihre Handlungsmöglichkeiten.
Nach Prüfung der Lage verzichtete der Stadtrat auf die Ausübung seines Vorkaufsrechts. Stattdessen will die Kommune ihre Planungshoheit nutzen, um strengere Bauvorschriften durchzusetzen. Künftige Vorhaben am Standort müssen nun anspruchsvollere Umnutzungsziele erfüllen und erweiterte Genehmigungsverfahren durchlaufen. Ziel ist es, die Entwicklung im Sinne aller Altstadtbewohner zu steuern.
Trotz der Herausforderungen bleibt die Stadt entschlossen, einen Ort zu gestalten, der der gesamten Gemeinschaft dient. Ihr wichtigstes Steuerungsinstrument sind die verschärften Planungsvorgaben für die Bebauung.
Die Frist für eine Stellungnahme der Stadt zum Kaufvertrag läuft bis Anfang März. Ohne direkten Zugang zum Käufer setzt die Verwaltung auf die Verschärfung der planungsrechtlichen Rahmenbedingungen. Die Zukunft des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes hängt nun von den Sanierungsbemühungen und der Einhaltung der neuen Umnutzungsregeln ab.






