WWA startet radikale Umstrukturierung mit weniger Mitgliedern und neuer Führung
Anto LehmannWWA startet radikale Umstrukturierung mit weniger Mitgliedern und neuer Führung
Wasserwirtschaftsverband (WWA) durchläuft tiefgreifende Umstrukturierung
Der Wasserwirtschaftsverband (WWA) steht vor einer umfassenden Neuorganisation, um den wachsenden Herausforderungen in seinem weitläufigen Zuständigkeitsbereich gerecht zu werden. Nach Jahren des Bestehens kommt es nun zu entscheidenden Wechseln in der Führungsetage sowie zu finanziellen Anpassungen. Den Anstoß für die Reform gab eine Abstimmung der Mitgliedsgemeinden, die sich für die Fortführung des Verbands unter neuen Rahmenbedingungen ausgesprochen haben.
Der WWA ist zuständig für die Instandhaltung aller Gewässer dritter Ordnung zwischen Altmühl, Großer und Kleiner Laber, Isar, Vils und Bina. Die zunehmende Komplexität dieser Aufgaben hat die Notwendigkeit einer strukturellen Neuausrichtung des Verbands beschleunigt.
In einer kürzlichen Entscheidung haben sich 36 Kommunen dafür ausgesprochen, den WWA fortzuführen – vorerst ohne Erhebung von Mitgliedsbeiträgen, bis die Umstellung vollständig abgeschlossen ist. Diese Übergangslösung soll die verbleibenden Mitglieder vor zusätzlichen Belastungen schützen. Sobald die Reform umgesetzt ist, werden die Gemeinden wieder Verwaltungs- und Baukostenbeiträge entrichten müssen.
Auch in der Führungsebene gibt es Veränderungen: Geschäftsführer Klaus Weindl wird nach Abschluss der noch ausstehenden Projekte in den Bauabschnitten 10 und 48 aus dem Amt scheiden. Seine Aufgaben übernimmt dann Josef Klaus, der aktuelle Verbandsvorsitzende und Bürgermeister von Niederaichbach, der die Geschäftsführung künftig im Rahmen seiner eigenen Kommunalverwaltung wahrnehmen wird. Zudem hat sich der langjährige Ingenieurpartner Dietlmeier nach vielen Jahren der Zusammenarbeit vom WWA getrennt.
Im Zuge der Neuordnung wird sich die Zahl der Mitgliedsgemeinden deutlich verringern. In Kelheim übernehmen lokale Landschaftspflegeverbände die Gewässerunterhaltung – nach dem Vorbild des "Regensburger Modells". Nur drei Kommunen im Landkreis Dingolfing-Landau bleiben dem WWA erhalten, sodass sich die Gesamtmitgliedschaft auf 16 reduziert. Der aktuelle Haushalt des Verbands beläuft sich auf 607.150 Euro für Verwaltungskosten und 251.100 Euro für Sachwerte.
Mit der Umstrukturierung wird der WWA künftig weniger Mitgliedsgemeinden umfassen und eine neue Führungsstruktur erhalten. Die Beiträge werden erst nach Abschluss der Übergangsphase wieder erhoben, während sich die verbleibenden Kommunen auf angepasste Unterhaltungsaufgaben vorbereiten. Ziel der Reform ist es, die Abläufe in dem weitverzweigten Gewässernetz effizienter zu gestalten.






