WM-Fieber in Halle 4: Fans wetten mit Reifen, Sprit und sogar Kindergebeten
Anto LehmannWM-Fieber in Halle 4: Fans wetten mit Reifen, Sprit und sogar Kindergebeten
Die FIFA-Weltmeisterschaft hat die Halle 4 in ein lebhaftes Wettzentrum verwandelt. Fans tätigen pro Spiel über drei Dutzend Wetten – die Einsätze reichen von Lebensmitteln über Sprit bis hin zu Autoreifen. Wegen des immensen Wettvolumens kommt während des Turniers niemand zur Ruhe.
Manche Anhänger gehen über klassische Wetten hinaus und versuchen, die Ergebnisse auf kreative Weise zu beeinflussen. Beim Eröffnungsspiel Deutschlands gegen Curaçao wurde etwa ein Kind dafür bezahlt, für einen Sieg zu beten. Der Glaube: Das reine Herz eines Kindes mache solche Gebete besonders wirksam.
Doch nicht alle religiösen Bemühungen führen zum Erfolg. Franck Ribéry, einstiger französischer Nationalspieler, bewies bereits, dass Gebete allein keinen Sieg garantieren. Zudem haben streng gläubige Nationen den WM-Titel nicht durchgehend für sich entschieden.
Trotz des Wettfiebers erkennt der Deutsche Fußball-Bund (DFB) die Rolle der Wetter im Sport offiziell nicht an. Die Weltmeisterschaft bleibt eine Zeit des intensiven Wettens und kreativer Versuche, den Spielausgang zu beeinflussen. Gebete, Wetten und Aberglaube halten sich hartnäckig – ihr tatsächlicher Einfluss auf das Spiel aber bleibt unbewiesen. Der DFB hält an seiner offiziellen Haltung fest und ignoriert die Wettkultur weiterhin.
