Wero startet in Deutschland – doch PayPal bleibt mit 35 Millionen Nutzern unschlagbar
Jonas SeifertWero startet in Deutschland – doch PayPal bleibt mit 35 Millionen Nutzern unschlagbar
Neuer Bezahldienst Wero versucht in Deutschland Fuß zu fassen – doch PayPal bleibt mit 35 Millionen Nutzern unangefochten
Der neue Bezahldienst Wero will sich in Deutschland etablieren, wo PayPal mit 35 Millionen Nutzern den Markt dominiert. Der Service setzt auf Smartphones und den Zugriff auf Kontakte – doch seine Zukunft könnte durch Abhängigkeiten von US-Anbietern erschwert werden.
Obwohl Weros Server in der EU angesiedelt sind, basieren zentrale Funktionen auf amerikanischen Unternehmen. Diese Struktur wirft Fragen auf, insbesondere nach dem großen PayPal-Ausfall im August 2021, als Hunderttausende deutsche Nutzer plötzlich keine Zahlungen mehr tätigen konnten. Kritiker warnen, dass die Abhängigkeit von US-Dienstleistern Risiken berge, falls deren Services plötzlich eingeschränkt würden.
Nicht alle Banken unterstützen Wero ohne Smartphone oder Kontaktzugang. Zudem muss das System über einfache Privatüberweisungen hinauswachsen, um mehr Nutzer zu gewinnen. Aktuell bleibt PayPal in Deutschland die beliebteste Wahl – mit einer starken Basis von 35 Millionen Nutzern.
Sascha Straub, Verbraucherschützer bei der Verbraucherzentrale Bayern, betont, dass der deutsche Zahlungsmarkt stark von US-Anbietern abhängt. Er hofft auf vielfältigere europäische Alternativen, um diese Abhängigkeit zu verringern.
Der Erfolg von Wero könnte davon abhängen, ob es sein Angebot ausbauen und die Bindung an US-Systeme reduzieren kann. Sollten dort Einschränkungen drohen, wäre auch Wero betroffen. Vorerst bleibt die deutsche Bezahlszene jedoch fest in der Hand etablierter Anbieter wie PayPal.






