12 April 2026, 06:13

Warum Bayerns Wasserstoffautos trotz Millionenförderung floppen

Drei wasserstoffbetriebene Autos nebeneinander auf einem Parkplatz mit Maschendrahtzaun im Hintergrund und Gras auf der rechten Seite geparkt.

Warum Bayerns Wasserstoffautos trotz Millionenförderung floppen

Wasserstoffautos kommen in Deutschland kaum voran – trotz jahrelanger politischer Förderung

In Bayern waren bis Mitte 2025 gerade einmal 43 Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb zugelassen, während bundesweit bereits über 1,65 Millionen reine Elektroautos unterwegs sind. Die anhaltende Förderung der Wasserstoffinfrastruktur durch den Freistaat stößt bei der Opposition auf Kritik.

Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwander setzt seit Langem auf Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft für Pkw. 2021 besuchte er das Leichtbaukompetenzzentrum von BMW in Landshut, um sich über den Stand der Wasserstofftechnologie zu informieren. Ein Jahr später sagte er dem Durchbruch der Technologie im Alltagsverkehr voraus.

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Doch die Verbreitung bleibt minimal. Deutschlandweit sind lediglich 1.802 Wasserstoff-Pkw und 263 Lkw mit Brennstoffzelle registriert. Bayern selbst verfügt über 17 Tankstellen für Wasserstoff – doch die Nachfrage ist gering. Gleichzeitig kämpft der bayerische Wasserstoffspezialist SFC Energy mit sinkenden Gewinnen und Aktienkursen, bedingt durch Verzögerungen und schwache Marktnachfrage.

Die bayerische SPD wirft der Staatsregierung vor, öffentliche Gelder zu verschwenden, indem sie den Ausbau von Wasserstofftankstellen subventioniert. Die Verantwortlichen rechtfertigen die Ausgaben damit, dass Wasserstoff im Vergleich zur Elektromobilität noch mehr Unterstützung brauche, da die Technologie weniger ausgereift sei. BMW, ein zentraler Akteur in der Debatte, hat sich zu dem politischen Streit bisher nicht geäußert.

Aiwander pflegt enge Kontakte zum Autobauer, doch die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit bleibt. Kritiker verweisen auf den eklatanten Gegensatz zwischen der geringen Verbreitung von Wasserstofffahrzeugen und dem rasanten Wachstum batterieelektrischer Autos.

Die Diskussion um die Wasserstoffförderung hält an, während die Markteinführung weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Mit nur einer Handvoll Fahrzeuge auf den Straßen steht Bayerns Investition zunehmend in der Kritik. Der Freistaat betont zwar nach wie vor das Potenzial der Technologie – konkrete Erfolge bleiben jedoch aus.

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