Wacker Chemie senkt Jahresprognose nach schwachem Quartalsergebnis
Wacker Chemie AG senkt Jahresprognose nach schwachem zweiten Quartal
Die Wacker Chemie AG hat ihre Finanzprognose für das laufende Jahr nach einem herausfordernden zweiten Quartal nach unten korrigiert. Aufgrund schwacher Nachfrage und wirtschaftlicher Belastungen rechnet das Unternehmen nun mit geringeren Erträgen und Umsätzen. Die jüngsten Zahlen zeigen einen Rückgang der Rentabilität in den wichtigsten Sparten.
Im zweiten Quartal erzielte der Konzern einen Umsatz von 1,41 Milliarden Euro, während das EBITDA auf 114 Millionen Euro sank. Die Polysilizium-Sparte, ein zentraler Geschäftsbereich, verbuchte einen Umsatz von 218 Millionen Euro und ein EBITDA von 34 Millionen Euro. Die Ergebnisse spiegeln die anhaltenden Schwierigkeiten in der Branche wider.
Das Unternehmen hat seine Jahresprognose nun deutlich gesenkt. Der Konzernumsatz wird voraussichtlich zwischen 5,5 und 5,9 Milliarden Euro liegen – weniger als bisher erwartet. Das EBITDA für die gesamte Gruppe dürfte sich zwischen 500 und 700 Millionen Euro bewegen. Für die Polysilizium-Sparte allein prognostiziert Wacker Chemie ein EBITDA von 100 Millionen Euro bei einem Umsatz auf Vorjahresniveau.
Eine schwache Kundennachfrage, geopolitische Spannungen und ein ungünstiger Euro-Dollar-Wechselkurs haben maßgeblich zur verschlechterten Prognose beigetragen. Zudem hatte das Unternehmen auf eine stärkere Erholung der Nachfrage nach Solar-Polysilizium gehofft, die jedoch ausgeblieben ist. Ein detaillierter Halbjahresbericht wird am 31. Juli veröffentlicht.
Die angepassten Prognosen unterstreichen, wie stark die wirtschaftliche Lage und Marktbedingungen die Performance von Wacker Chemie belasten. Angesichts der nun erwarteten geringeren Umsätze und Erträge wird das Unternehmen in seinem anstehenden Finanzbericht weitere Details vorlegen. Anleger und Analysten werden die Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte genau beobachten – auf der Suche nach Anzeichen einer Stabilisierung.






