Uwe Hansen liest in Abenberg über sein Leben zwischen Ost und West
Autor Uwe Hansen liest in Abenberg aus seinem Leben zwischen Ost- und Westdeutschland
Der Schriftsteller Uwe Hansen gibt bei einer Lesung in Abenberg Einblicke in seine Kindheit zwischen Ost- und Westdeutschland. Der 1944 Geborene erlebte in den 1950er-Jahren das Leben auf beiden Seiten der geteilten Nation hautnah mit. Die Veranstaltung findet am 3. Oktober in der KunstMarkt 15 statt und wirft ein Licht auf seine prägenden frühen Jahre.
Hansens Kindheit war zwischen zwei völlig unterschiedlichen Welten aufgeteilt: Von 1950 bis 1956 verbrachte er zwei Jahre in Roth, damals die am stärksten industrialisierte Kleinstadt Bayerns. Auch in den Sommern 1957 und 1958 kehrte er dorthin zurück, wo etwa ein für 50 Pfennig nutzbarer Schleudertrockner in einem umfunktionierten Fabrikkeller vom improvisierten Wiederaufbau der Nachkriegszeit zeugte.
Gleichzeitig lebte er vier Jahre lang bei seinen Großeltern in Stempeda, das damals zur DDR gehörte. Während Roth über städtische Annehmlichkeiten verfügte, war das ländliche Stempeda vor allem von der Landwirtschaft geprägt und verfügte kaum über solche Einrichtungen. Im Dezember 1956 ließ sich Hansen schließlich dauerhaft in Roth nieder – das Ende seines Hin und Her zwischen Ost und West.
Die Lesung dauert von 15 bis 17 Uhr am Marktplatz 15. Hansens persönliche Erzählungen verdeutlichen die Gegensätze des Aufwachsens im geteilten Deutschland. Die Besucher erwarten authentische Einblicke in den Alltag der 1950er-Jahre.






