Uli Hoeneß droht mit Rücktritt – Ende einer FC-Bayern-Ära?
Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident des FC Bayern, hat angedeutet, dass er zurücktreten könnte, falls der Verein seinen Einsatz nicht mehr schätzt. Seine jüngsten Äußerungen, insbesondere über Sportdirektor Max Eberl, haben interne Diskussionen ausgelöst. Der 72-Jährige prägt den Klub seit Jahrzehnten, doch nun stellt sich die Frage, welche Rolle er in der Zukunft des FC Bayern noch spielen wird.
Hoeneß übt seit 1979 maßgeblichen Einfluss auf den Verein aus – zunächst als Manager, später als Präsident und Vorsitzender des Aufsichtsrats. Im November 2019 wurde er zum Ehrenpräsidenten ernannt und ist seit Dezember desselben Jahres Mitglied des Aufsichtsrats. Seine lange Amtszeit hat die Entwicklung des FC Bayern entscheidend geprägt, doch seine öffentlichen Stellungnahmen sorgen zunehmend für Spannungen.
In jüngsten Interviews erklärte Hoeneß, er werde „sehr gelassen“ in sein Haus am Tegernsee zurückziehen, falls seine Anwesenheit zur Belastung werde. Er betont, er gebe – gemeinsam mit dem früheren Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge – nur dann Rat, wenn es nötig sei, ansonsten halte er sich zurück. Dennoch gibt es interne Kritik, etwa vom Klub-Ikone Sepp Maier, der Hoeneß zum Rückzug aufforderte und ihm vorwirft, er könne nicht loslassen.
Hoeneß versichert, er unterstütze die nächste Führungssgeneration und wünsche sich einen reibungslosen Übergang. Er bestreitet, eine Bremse für das neue Management zu sein, räumt aber ein, sich zu Wort zu melden, wenn ihn die Entwicklung des Vereins beunruhigt.
Ein möglicher Abschied Hoeneß’ würde das Ende einer Ära beim FC Bayern markieren. Sollte es dazu kommen, wäre dies der Schlussstrich unter Jahre der Führung – und gelegentlicher Kontroversen. Nun muss der Verein entscheiden, ob seine Erfahrung weiterhin ein Gewinn ist oder ob ein Neuanfang nötig wird.






