Ukrainischer Wein in Wiesbaden: Solidarität mit jedem Schluck für Kamjanez-Podilsky
Anto LehmannUkrainischer Wein in Wiesbaden: Solidarität mit jedem Schluck für Kamjanez-Podilsky
Ein Weinstand auf der Rheingauer Weinwoche bringt ukrainischen Geschmack nach Wiesbaden
Am Stand werden sechs Weine aus verschiedenen Regionen der Ukraine angeboten – jeder mit seiner eigenen Geschichte. Mit jedem verkauften Glas wird Hilfe für die vom Krieg zerstörte Stadt Kamjanez-Podilsky finanziert, Wiesbadens Partnerstadt seit 2022.
Betrieben wird der Stand von Ehrenamtlichen, die rund 125 Stunden in den Service für die Gäste investieren. Ihr Engagement macht jeden Schluck zu einer Geste der Solidarität und überbrückt die 1.610 Kilometer zwischen Wiesbaden und Kamjanez-Podilsky. Die Weine stammen aus sechs ukrainischen Regionen, darunter Odessa, die Karpaten und das Schwarze Meer.
Im Angebot sind ein spritziger weißer Sekt aus Odessa, ein Rosé-Sekt aus den Karpaten und zwei frische Weißweine vom Schwarzen Meer. Den Abschluss bildet ein kräftiger, dunkler Petit Boucher – eine intensive Rotwein-Cuvée mit aromatischer Tiefe und langem Abgang. Jede Flasche steht für die Verbindung zwischen den beiden Städten.
Die Partnerschaftsvereinigung Wiesbaden-Kamjanez-Podilsky pflegt diese Bindung seit über 30 Jahren. Vor zwei Jahren besiegelten die Städte ihre Partnerschaft offiziell als Reaktion auf Russlands Angriff auf die Ukraine. Die Erlöse aus dem Weinverkauf fließen in Hilfslieferungen, den Wiederaufbau von Schulen und Kindergärten sowie in kulturelle und sportliche Austauschprogramme.
2026 übernimmt die französische Gemeinde Fondettes den Partnerschafts-Weinstand und führt so die Tradition der internationalen Zusammenarbeit fort.
Der Weinstand bietet mehr als nur Getränke – er festigt die Beziehungen zwischen Wiesbaden und Kamjanez-Podilsky. Jeder Kauf unterstützt den Wiederaufbau und hält die Partnerschaft lebendig. Im nächsten Jahr wird eine neue Stadt die Tradition fortsetzen und die Verbindung weiter stärken.






