22 April 2026, 18:13

Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball

Eine Zeitung mit der Schlagzeile "Der Schiedsrichter - Die größte Sportzeitung der Welt" und einem Bild von verschiedenen Menschen.

Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter? Verband untersucht - Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter erschüttert bayerischen Jugendfußball

Bayerischer Fußball-Verband (BFV) ermittelt nach Todesdrohung gegen 12-jährigen Schiedsrichter

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) untersucht einen erschütternden Vorfall, bei dem ein 12-jähriger Schiedsrichter während eines Spiels der U14 eine Todesdrohung erhielt. Die angebliche Drohung soll von einem Spieler der SG FC Fraunberg ausgegangen sein und den jungen Unparteiischen in Tränen zurückgelassen haben, als er das Spielfeld verließ. Die Verantwortlichen handelten umgehend: Ein Spieler wurde bereits vorläufig gesperrt, während Zeugenaussagen gesammelt werden.

Der Vorfall ereignete sich in Altenerding, wo der Schiedsrichter zunächst verbal beleidigt wurde, bevor die Drohung fiel. Augenzeugen zufolge soll der Spieler gesagt haben: "Ich gehe auf dieselbe Schule wie du. Versteck dich montags bloß nicht – nach der Schule bist du tot." Die Schiedsrichtervereinigung hat sich inzwischen mit dem Jungen in Verbindung gesetzt, um ihm Unterstützung anzubieten.

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Von rund 200.000 Spielen, die in der letzten Saison in Bayern ausgetragen wurden, wurden lediglich 80 Vorfälle gemeldet. Trotz dieser geringen Zahl vertritt der BFV eine strikte Null-Toleranz-Politik gegenüber derartigem Verhalten. Stefan Empl, der Kreis-Schiedsrichterobmann, kritisierte erwachsene Trainer, die durch ihr Verhalten die Spannungen im Jugendfußball weiter anheizen. Solche Einmischungen seien inakzeptabel, betonte er.

Die SG FC Fraunberg hat sich bisher nicht zu dem Vorfall geäußert. Unterdessen führt der BFV die Ermittlungen fort; der gesperrte Spieler muss mit weiteren disziplinarischen Konsequenzen rechnen.

Der Fall unterstreicht die harte Haltung des BFV gegen Gewalt und Einschüchterung im Jugendfußball. Die Schiedsrichtervereinigung bietet dem jungen Unparteiischen weiterhin Unterstützung an, während die Untersuchungen gegen den betroffenen Spieler andauern. Eine endgültige Entscheidung über weitere Strafen wird erwartet, sobald alle Zeugenaussagen ausgewertet sind.

Quelle