30 March 2026, 18:17

Telekom-Chef Diehl verteidigt Glasfaserausbau und Kooperationen mit Konkurrenten

Nahaufnahme eines Fiberoptikkabels mit blauen und weißen Lichtern auf schwarzem Hintergrund.

Telekom-Chef Diehl verteidigt Glasfaserausbau und Kooperationen mit Konkurrenten

Rodrigo Diehl, der neu ernannte Chef von Telekom Deutschland, hat sich zur Rolle des Unternehmens beim Glasfaserausbau in Deutschland geäußert. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Deutsche Telekom ihren ehrgeizigen Ausbau vorantreibt – bis 2030 sollen 25 Millionen Glasfaseranschlüsse realisiert werden. Diehl nahm dabei auch zu Vorwürfen Stellung, die Telekom übe zu großen Einfluss innerhalb von Buglas aus, dem Branchenverband der Glasfaserindustrie in Deutschland.

Die Deutsche Telekom ist erst seit 13 Monaten Mitglied bei Buglas. In dieser Zeit betonte Diehl, das Unternehmen stehe dort gleichberechtigt neben anderen Mitgliedern und wies Vorwürfe zurück, Telekom dominiere den Verband. Vielmehr beschrieb er Buglas als eine Plattform, auf der alle Stimmen gleich viel Gewicht hätten.

Klare Worte fand Diehl zur Zukunft der Netztechnologien: Glasfaser sei die Zukunft, doch er sprach sich gegen einen Zwang zum Verzicht auf ältere Technologien wie DSL aus. Kritisch äußerte er sich hingegen über Kabelinternet und bezeichnete Koaxialnetze als veraltet. Den größten Anbieter, Vodafone, warf er vor, zu wenig in den Ausbau von Fibre-to-the-Home (FTTH) zu investieren.

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Aktuell baut die Telekom jährlich rund 2,5 Millionen neue Glasfaseranschlüsse aus. Jedes dritte FTTH-Projekt entsteht dabei in Zusammenarbeit mit Wettbewerbern – weitere groß angelegte Partnerschaften sind geplant. Diehl begrüßte zwar die Zusammenarbeit, allerdings nur, sofern sie zu den Unternehmenszielen der Telekom passe.

Lob fand er für den neu gewählten Buglas-Präsidenten Patrick Helmes, der sich auf "Handschlagqualität" konzentriere – ein Bekenntnis zu Vertrauen und Verlässlichkeit in der Branchenzusammenarbeit. Diehl bekräftigte das langfristige Ziel der Telekom: den Glasfaserausbau flächendeckend in ganz Deutschland voranzutreiben.

Diehls Aussagen unterstreichen den Anspruch der Telekom, Deutschland mit einer bundesweiten Glasfaserinfrastruktur zu versorgen – ohne dabei die Zusammenarbeit mit Konkurrenten aus den Augen zu verlieren. Während das Unternehmen sein Netz weiter ausbaut, bleiben die genauen Jahreszahlen für neue FTTH-Anschlüsse jedoch undurchsichtig. Mit 25 Millionen Glasfaserleitungen bis 2030 setzt die Telekom klar auf die Modernisierung der digitalen Infrastruktur Deutschlands.

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