Tankrabatt endet: Spritpreise steigen ab Juli wieder an
Die temporäre Senkung der Kraftstoffsteuer in Deutschland, bekannt als Tankrabatt, endet wie geplant zum Monatsende Juni. Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann hat bestätigt, dass es keine Verlängerung geben wird. Er begründete dies damit, dass die Spritpreise seit dem Höhepunkt der Krise deutlich gesunken seien.
Die Treibstoffsubvention hatte die Steuer auf Benzin und Diesel im Mai und Juni um 17 Cent pro Liter reduziert. Die Maßnahme war eingeführt worden, nachdem die Preise während des Iran-Konflikts auf etwa 2,50 Euro pro Liter explodiert waren. Aktuell liegt der Durchschnittspreis in Sachsen-Anhalt bei rund 1,80 Euro für Superbenzin und 1,70 Euro für Diesel.
Willingmann kritisierte die Bundesregierung dafür, nicht entschlossener gegen die Übergewinne der Ölkonzerne während des Preisanstiegs vorgegangen zu sein. Zudem forderte er weitere Entlastungen, darunter eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel, um einkommensschwachen Haushalten zu helfen. Unterdessen hat die Regierung Reformen bei der Einkommensteuer angekündigt, die ab dem 1. Januar 2027 greifen sollen, um Gering- und Mittelverdiener zu entlasten.
Mit dem Auslaufen des Tankrabatts müssen Autofahrer bald wieder den vollen Steuersatz auf Sprit zahlen. Der Minister betonte, dass weitere Maßnahmen nötig seien, um Haushalte bei steigenden Lebenshaltungskosten zu unterstützen. Steuerreformen und mögliche Mehrwertsteuersenkungen bleiben Themen für künftige Entlastungspakete.
