22 March 2026, 20:21

Südzucker hält trotz Weltmarkt-Krise am Rübenanbau in Süddeutschland fest

Ein Vintage-Plakat mit leuchtend bunten Gemüsen wie Tomaten und Rüben in einem Muster angeordnet, mit der Aufschrift "Marktgärtner's Beet" in fetter Schrift auf einem gedämpften blauen, grünen und gelben Hintergrund.

Südzucker hält trotz Weltmarkt-Krise am Rübenanbau in Süddeutschland fest

Südzucker bekräftigt Engagement im Rübenanbau in Süddeutschland trotz schwierigem Weltmarkt

Trotz eines herausfordernden globalen Marktumfelds hat die Südzucker AG ihr Bekenntnis zum Zuckerrübenanbau in Süddeutschland erneuert. Das Unternehmen hat mit einzelnen Landwirten einjährige Verträge abgeschlossen, die durch Mindestpreise für Planungssicherheit sorgen. Diese Vereinbarungen sollen faire Bedingungen für die Erzeuger gewährleisten und gleichzeitig die langfristige Produktion in der Region sichern.

Um die Landwirte zu unterstützen, hat Südzucker ein neues Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Schädlingen und Krankheiten eingeführt. Angesichts der weiterhin hohen globalen Zuckerbestände, die die Preise belasten, gewinnen nachhaltige Anbaumethoden zunehmend an Bedeutung.

Jeder Rübenbauer in Süddeutschland verfügt nun über einen einjährigen Anbauvertrag mit Südzucker. Diese Verträge beinhalten Mindestpreisgarantien, die den Landwirten helfen, Einkommensschwankungen abzufedern. Dr. Stefan Streng, der für die Vertragsgestaltung verantwortlich ist, sorgt dafür, dass die Bedingungen sowohl für die Erzeuger als auch für das Unternehmen fair bleiben – und gleichzeitig der Rübenanbau rentabel und zukunftsfähig bleibt.

Zucker macht etwa 40 Prozent des Umsatzes von Südzucker aus, die restlichen 60 Prozent stammen aus anderen Geschäftsbereichen. Diese Diversifizierung ermöglicht es dem Konzern, Marktvolatilitäten besser abzufangen und die Zukunft der Rübenproduktion zu sichern. Trotz des globalen Überangebots, das die Zuckerpreise drückt, plant Südzucker keine Standorte zu schließen oder sich aus Süddeutschland zurückzuziehen.

Zusätzlich hat das Unternehmen ein spezielles Instrumentarium zur Reduzierung von Zikadenbefall und damit verbundenen Infektionen eingeführt. Dieses umfasst Fruchtfolge, Pflanzengesundheit, Schädlingsbekämpfung und Monitoring-Systeme. Notfallzulassungen für die Bekämpfung von Krankheiten wie der Rübenvergilbung (Rizomanie) und Stolbur wurden mindestens bis 2026 verlängert.

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Obwohl keine aktuellen Daten zu Veränderungen der Anbauflächen vorliegen, überlässt Südzucker mögliche Anpassungen den einzelnen Landwirten. Das Unternehmen betrachtet Zuckerrüben weiterhin als strategische Priorität und festigt damit seine Rolle in der Agrarbranche der Region.

Die erneuerten Verträge und die Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen bieten den Landwirten kurzfristige Sicherheit und langfristige Werkzeuge. Dank seines diversifizierten Geschäftsmodells schützt Südzucker den Rübenanbau vor Marktschwankungen. Ohne geplante Standortschließungen bleibt das Unternehmen ein zentraler Partner für die Zuckerrübenbranche in Süddeutschland.

Quelle