09 June 2026, 18:15

Stuttgart 21 droht nächste Verzögerung: Eröffnung erst 2031 möglich

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir bezüglich Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21 droht nächste Verzögerung: Eröffnung erst 2031 möglich

Stuttgart 21: Bahnprojekt drohen weitere Verzögerungen – Eröffnung des Durchgangsbahnhofs erst 2031?

Das Stuttgarter Bahnprojekt Stuttgart 21 steht vor weiteren Verzögerungen: Laut Berichten könnte der neue Durchgangsbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) fordert von der Deutschen Bahn nun verbindliche Zeitpläne und belastbare Daten – während die Kosten weiter steigen.

Bei Stuttgart 21 handelt es sich um einen grundlegenden Umbau des Stuttgarter Schienennetzes, der neue Bahnhöfe, Gleise, Tunnel und Brücken umfasst. Kernstück ist ein unterirdischer Hauptbahnhof, der den bisherigen Kopfbahnhof durch einen Durchgangsbahnhof ersetzt, um bessere Umsteigemöglichkeiten zu schaffen.

Das Projekt ist Teil der größeren Ausbaustrecke Stuttgart–Ulm, zu der auch die 2022 eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Wendlingen und Ulm gehört. Stuttgart 21 selbst leidet jedoch unter immer neuen Rückschlägen. Eine für Ende 2026 geplante Teilinbetriebnahme des Tiefbahnhofs wurde bereits im November 2022 abgesagt.

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Die Digitalisierung des Knotenpunkts erhöht die Komplexität und trägt zu den jüngsten Verzögerungen bei. Özdemir verlangt von der Deutschen Bahn ein vollständiges Bekenntnis zum Projekt – inklusive einer vollständigen digitalen Integration. Sollten sich die Berichte über eine Eröffnung erst 2031 bestätigen, wäre das „eine katastrophale Nachricht“ für die Region und die Fahrgäste, warnte er.

Auch die Kosten explodieren: Während die Planung 2009 noch von rund 4,5 Milliarden Euro ausging, beläuft sich das Projekt mittlerweile auf etwa 11,3 Milliarden Euro – eine Last, die die Deutsche Bahn allein tragen muss.

Die Zukunft von Stuttgart 21 bleibt ungewiss. Die Deutsche Bahn steht unter Druck, verbindliche Fertigstellungstermine vorzulegen. Sollte sich der aktuelle Zeitplan bestätigen, müssen Fahrgäste und Region mit weiteren Jahren der Behinderungen und steigender Kosten rechnen.

Quelle