Streit um Hitzeschutz: Bund und Kommunen uneinig über Fördergelder
Bundesumweltminister Carsten Schneider behauptet, die bestehenden Bundeshilfen für den lokalen Hitzeschutz seien ausreichend. Der Deutsche Landkreistag widerspricht dieser Einschätzung vehement. Sein Präsident Achim Brötel betont, die aktuellen Fördermittel lägen weit unter dem, was tatsächlich benötigt werde.
Schneider, Mitglied der SPD, hatte kürzlich erklärt, die 100 Milliarden Euro aus einem Sonderfonds des Bundes für Klimaanpassung reichten für Länder und Kommunen aus. Die Mittel deckten seiner Ansicht nach die Kosten für Hitzeschutzmaßnahmen ab.
Brötel bezeichnete den Fonds dagegen als „nur einen Tropfen auf den heißen Stein“. Er bestehe darauf, dass damit das Kernproblem der langfristigen Finanzierung von Hitzeschutzmaßnahmen nicht gelöst werde. Die Kommunen arbeiteten zwar bereits an Hitzeaktionsplänen und Anpassungsstrategien, berieten öffentliche Einrichtungen zur Bewältigung extremer Hitze – doch es fehle an festem Personal und stabiler Finanzierung, um diese Maßnahmen nachhaltig umzusetzen.
Der Verbandspräsident machte deutlich, dass Hitzeschutz kontinuierliche finanzielle Unterstützung erfordere. Ohne diese könnten Kommunen keine strategischen und flächendeckenden Schritte unternehmen, um steigende Temperaturen wirksam zu bekämpfen.
Der Streit offenbart eine Kluft zwischen Bundeszusagen und kommunalem Bedarf. Zwar ergreifen die Kommunen bereits Maßnahmen zur Anpassung, doch benötigen sie verlässliche, langfristige Ressourcen. Brötels Äußerungen unterstreichen die Dringlichkeit, stabile Finanzmittel für einen nachhaltigen Hitzeschutz zu sichern.
