Staatsehrenpreis für Engelhardt-Hof: Wie ein Familienbetrieb die Landwirtschaft von morgen prägt
Jonas SeifertStaatsehrenpreis für Engelhardt-Hof: Wie ein Familienbetrieb die Landwirtschaft von morgen prägt
Der Engelhardt-Familienbetrieb in Egersdorf erhält den Staatsehrenpreis für herausragende Nachwuchsförderung
Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber hat den Betrieb der Familie Engelhardt mit dem Staatsehrenpreis ausgezeichnet – eine von sechs Auszeichnungen, die in diesem Jahr in Bayern verliehen wurden. Die Ehrung würdigt das besondere Engagement des Hofs bei der Ausbildung junger Menschen und seiner prägenden Rolle für die nächste Generation in der Landwirtschaft.
Die Günther und Christine Engelhardt GbR wurde vor allem für ihren innovativen Ansatz in der Lehrlingsausbildung gewürdigt. Ministerin Kaniber betonte, wie wichtig es sei, nicht nur fachliche Kompetenzen zu vermitteln, sondern auch persönliche Werte und die Individualität der Auszubildenden zu fördern. Das Motto des Ministeriums „Fördern, Fordern, Voranbringen“ unterstreicht diesen ganzheitlichen Ansatz.
Der Betrieb geht jedoch über die klassische Ausbildung hinaus: Regelmäßig werden Schulklassen und Kindergartengruppen empfangen, um ihnen moderne Landwirtschaft und die Herkunft von Lebensmitteln näherzubringen. Fast 30 Prozent der landwirtschaftlichen Auszubildenden in Bayern stammen mittlerweile aus nicht-landwirtschaftlichen Familien – ein Zeichen für das wachsende Interesse an dem Berufsfeld.
Zu den aktuellen Auszubildenden auf dem Engelhardt-Hof gehört auch eine junge Frau aus Cuxhaven, die ein duales Studium absolviert, ohne dass ihre Familie bisher mit der Landwirtschaft verbunden war. Andreas Fingerhut, Zweiter Bürgermeister von Cadolzburg, gratulierte der Familie Engelhardt im Namen der Gemeinde zu dieser besonderen Auszeichnung.
Mit dem Preis zählt der Betrieb zu den führenden Ausbildungsstätten Bayerns. Seine Arbeit trägt dazu bei, die Kluft zwischen Landwirtschaft und der breiten Öffentlichkeit zu überbrücken. Angesichts der zunehmenden Zahl von Auszubildenden ohne familiären Landwirtschaftshintergrund gewinnt der Sektor kontinuierlich neuen Nachwuchs.






