24 March 2026, 08:11

SPD verliert Arbeiter an AfD – während Hoeneß junge Deutsche kritisiert

Plakat mit zwei Personen vor einem Berg- und Baumhintergrund mit der Aufschrift "Was unser Freihandel bedeutet - britischer Granit Arbeiter - Die faire Lohnklausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

SPD verliert Arbeiter an AfD – während Hoeneß junge Deutsche kritisiert

Die jüngsten Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg haben eine Verschiebung der Wählergunst unter der Arbeiterschicht offenbart. Viele Angehörige dieser Gruppe unterstützten die rechtspopulistische AfD und wandten sich damit von der SPD ab. Unterdessen hat Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß mit Kritik an der Arbeitsmoral junger Deutscher eine Debatte ausgelöst.

Die SPD, einst als Arbeiterpartei gesehen, erlitt in Rheinland-Pfalz eine schwere Niederlage. Diese Niederlage hat innerhalb der Partei Diskussionen ausgelöst, ob ihr Fokus auf Sozialleistungen die leistungsorientierte Mittelschicht entfremdet hat. Gleichzeitig hat die AfD bei Arbeitern an Zuspruch gewonnen – einer Wählerschicht, die traditionell der SPD verbunden war.

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Hoeneß argumentierte kürzlich, junge Menschen in Deutschland würden Work-Life-Balance über finanziellen Erfolg stellen. Diese Einstellung führe seiner Meinung nach nicht zu langfristigen Erfolgen, wobei er die aktuelle Regierung nicht direkt für das Problem verantwortlich machte. Stattdessen verwies er auf gesellschaftliche Veränderungen und warnte, die Produktivität leide darunter.

Vor der letzten Bundestagswahl warben sowohl CDU/CSU als auch SPD mit dem Slogan "Hart arbeiten muss sich in Deutschland wieder lohnen." Doch fast ein Jahr später gibt es keine konkreten Regierungsmaßnahmen, die dieses Versprechen untermauern. Bundeskanzler Olaf Scholz' Regierung hat bisher keine spezifischen Initiativen zur Arbeitskultur oder -moral vorgelegt – abgesehen von einem CDU-Vorschlag zu Saisonlöhnen in der Landwirtschaft.

Die SPD steht nun unter internem Druck, wieder stärker an ihre traditionelle Wählerschaft anzudocken. Der wachsende Zuspruch für die AfD unter Arbeitern deutet auf eine breitere Unzufriedenheit mit den etablierten Parteien hin. Die Debatten über Arbeitsethos und Produktivität dauern derweil an – ohne dass kurzfristig mit politischen Kurswechseln zu rechnen wäre.

Quelle