04 April 2026, 12:13

Söder plant Teilzeit-Kürzungen für bayerische Lehrkräfte – Gewerkschaften empört

Eine Gruppe von Menschen mit Schildern und Plakaten vor einem Gebäude während einer Demonstration in Deutschland, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllcontainer rechts.

Söder plant Teilzeit-Kürzungen für bayerische Lehrkräfte – Gewerkschaften empört

Die bayerische Staatsregierung treibt Pläne voran, die Teilzeitarbeit für Beamte – mit besonderem Fokus auf Lehrkräfte – einzuschränken. Die von CSU-Chef Markus Söder vorangetriebene Initiative hat scharfe Kritik der Gewerkschaften ausgelöst, die den Vorstoß als "Vertrauensbruch" brandmarken. Mehr als die Hälfte der bayerischen Lehrkräfte arbeitet derzeit in Teilzeit, was die geplanten Änderungen besonders brisant macht.

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Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident, will Teilzeitregelungen an Schulen zurückfahren. Seine Vorschläge umfassen eine Anhebung der Mindeststunden für familienbedingte Teilzeit sowie eine Deckelung der antragsbasierten Teilzeit auf 50 Prozent. Zudem soll die Altersgrenze für familienbedingte Teilzeit von 18 auf 15 Jahre gesenkt werden.

Die Reaktion der Lehrergewerkschaften fällt vernichtend aus. Verdi und der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) verurteilten die Pläne und warnten vor schweren Folgen. Der Philologenverband ging noch weiter und bezeichnete die Vorhaben als "grenzenlos vertrauensschädigend". Viele Lehrkräfte, die erst kürzlich ihre Stunden aufgestockt hatten, um Personalengpässe zu mildern, fühlen sich nun hintergangen.

Der Personalmangel an bayerischen Schulen bleibt ein drängendes Problem. Aktuell fehlen 740 Vollzeitstellen an Gymnasien, 210 an Mittelschulen, 80 an Förderschulen und 50 an Berufsschulen. Die CSU muss nun nicht nur ihren Koalitionspartner, die Freien Wähler, sondern auch die Lehrerverbände von den Änderungen überzeugen, sollen diese durchgesetzt werden.

Die geplanten Einschränkungen der Teilzeitarbeit stoßen auf massiven Widerstand von Gewerkschaften und Pädagogen. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, könnte dies die Attraktivität des Lehrerberufs weiter mindern. Die Staatsregierung steht nun vor der Herausforderung, sowohl die Unterstützung ihrer Koalitionspartner als auch die der betroffenen Verbände zu gewinnen.

Quelle