Škoda wächst 2022 stark – Hybridausbau trotz langjähriger Verbrennerproduktion
Jonas SeifertŠkoda wächst 2022 stark – Hybridausbau trotz langjähriger Verbrennerproduktion
Škoda verzeichnete 2022 ein kräftiges finanzielles Wachstum: Die Umsätze stiegen, und die Gewinne legten deutlich zu. Das Unternehmen plant nun, sein Angebot an Hybridfahrzeugen auszubauen, während es die Produktion von Verbrennern noch über Jahre aufrechterhalten wird.
Im Jahr 2022 wuchs der Umsatz von Škoda um 4,7 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro. Der operative Gewinn erreichte 2,3 Milliarden Euro – ein Plus von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Diese positive Entwicklung gelang dem Unternehmen trotz eines Rückgangs des Konzern-Nettoergebnisses bei Volkswagen im gleichen Zeitraum.
Die Erfolgsfaktoren des tschechischen Herstellers liegen in den geringeren Arbeits- und Energiekosten in der Tschechischen Republik. Zudem kommt Škoda ein breites Produktspektrum zugute, das von Kleinwagen bis zu großen Fahrzeugen reicht. Aktuell bietet die Marke Diesel-, Plug-in-Hybrid- und Elektromodelle an.
Für die Zukunft plant das Unternehmen, Verbrenner wie den Fabia, Scala und Kamiq mindestens bis 2030 weiter zu produzieren. Hybridtechnologie soll eine zentrale Rolle beim Übergang zur Elektrifizierung spielen. Škoda strebt an, die operative Marge bis Ende des Jahrzehnts auf zehn Prozent zu steigern.
Einen eigenen Ableger des ID.Every1 wird Škoda nicht auf den Markt bringen, um keine Konkurrenz zu Volkswagen zu schaffen. Stattdessen soll 2026 ein elektrisches Siebensitzer-Modell eingeführt werden – in der Tradition erfolgreicher Großraumlimousinen wie dem VW Sharan oder dem Ford Galaxy.
Die finanziellen Ergebnisse von Škoda zeigen ein stetiges Wachstum mit steigenden Gewinnen und Margen. Das Unternehmen wird den Ausbau der Hybridpalette mit der langfristigen Produktion von Verbrennern verbinden. Neue Elektromodelle, darunter ein Siebensitzer, sollen in den kommenden Jahren das Angebot ergänzen.
