Schneider warnt vor Hitze-Folgen: Grünen fordern neues Klimaschutzprogramm
Jonas SeifertSchneider warnt vor Hitze-Folgen: Grünen fordern neues Klimaschutzprogramm
Umweltminister Carsten Schneider hat vor den schweren wirtschaftlichen Risiken steigender Temperaturen gewarnt. In einem aktuellen Zeitungsinterview betonte er die Schäden durch Hitzewellen, insbesondere die damit verbundenen Wasserknappheiten.
Lisa Badum, klimapolitische Sprecherin der Grünen, hat auf Schneiders Äußerungen reagiert. Gegenüber der Nachrichtenagentur dts forderte sie, der Minister müsse seine Klimaschutzpläne nun an die Realität anpassen. Die Grünen verlangten zudem ein neues Bundes-Klimaschutzprogramm als Reaktion auf die rekordverdächtige Hitzewelle.
Badum begrüßte zwar Schneiders Anerkennung der wirtschaftlichen Folgen extremer Hitze, erwartete von ihm aber konkrete Nachbesserungen bei den Plänen. Gleichzeitig warnte sie, dass die von der SPD mitgetragene aktuelle Fassung des Gebäudeenergiegesetzes Klimaziele verfehlen könnte, falls es Öl- und Gasheizungen über das Jahr 2045 hinaus zulasse. Durch die Klimakrise sei die aktuelle Hitzewelle bereits vier Grad intensiver als ohne sie.
Schneiders Aussagen markieren einen Wandel in der Wahrnehmung klimabedingter Wirtschaftsrisiken. Die Grünen drängen nun auf konkrete Anpassungen in Politik und Programmen. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie die Gesetzgebung mit den langfristigen Klimazielen in Einklang gebracht werden kann.
