Sachsen-Anhalts Ministerpräsident fordert strengere Bürgergeld-Regeln gegen Arbeitsunwillige
Jonas SeifertSachsen-Anhalts Ministerpräsident fordert strengere Bürgergeld-Regeln gegen Arbeitsunwillige
Sachsens-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze hat schärfere Regeln für das deutsche Bürgergeld gefordert. Er wirft vor, dass zu viele Empfänger, die arbeiten könnten, stattdessen untätig bleiben. Seine Äußerungen spiegeln die Frustration über unbesetzte Stellen und die Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften in wichtigen Saisonzeiten wider.
Schulze betonte, dass in Sachsen-Anhalt tausende Jobs unbesetzt bleiben, während arbeitsfähige Leistungsbezieher der Arbeit fernbleiben. Er fragte, warum dieses Potenzial ungenutzt bleibe – besonders dann, wenn Unternehmen händeringend nach Personal suchen.
Während der Erntesaison kommen die meisten Erntehelfer aus Osteuropa und nicht aus den Reihen der deutschen Sozialhilfeempfänger. Der Ministerpräsident bezeichnete dies als ungerecht gegenüber Arbeitnehmern, Arbeitgebern und jenen, die sich trotz Widrigkeiten bemühen.
Er unterstrich, dass voll erwerbsfähige Menschen nicht untätig bleiben dürften. Sein Vorschlag zielt darauf ab, Empfänger in den Arbeitsmarkt zu drängen und so die Abhängigkeit von staatlicher Unterstützung zu verringern.
Die Aussagen des Ministers zeigen die wachsende Sorge über Sozialabhängigkeit und Fachkräftemangel. Sollten die strengeren Regeln umgesetzt werden, könnten mehr Empfänger in Jobs vermittelt werden – und die Abhängigkeit von ausländischen Arbeitskräften, etwa in der Landwirtschaft, würde sinken.






