Rosenheim gedenkt am 10. Oktober 2025 drei NS-Opfern mit neuen Gedenktafeln
Jonas SeifertRosenheim gedenkt am 10. Oktober 2025 drei NS-Opfern mit neuen Gedenktafeln
Rosenheim ehrt am 10. Oktober 2025 drei Opfer der NS-Verfolgung mit neuen Gedenktafeln
Die feierliche Enthüllung beginnt um 14 Uhr auf dem Platz vor dem Rathaus, wohin alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, um den Opfern die letzte Ehre zu erweisen. Jede der drei Gedenktafeln erinnert an eine andere Person oder Familie und bewahrt damit ihre Schicksale sowie das erlittene Unrecht im kollektiven Gedächtnis.
Eröffnet wird die Veranstaltung mit Ansprachen von Rosenheims Oberbürgermeister Andreas März und Aaron Buck, Vorstandsmitglied der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern. Im Anschluss berichten Vertreter aus der Zivilgesellschaft über das Leben und die Verfolgungsgeschichte der Geehrten.
An der Münchener Straße 43 wird eine Tafel an den Kommunisten Josef Schober erinnern. Nur wenige Schritte entfernt, in der Königstraße 15, würdigt eine zweite Plakette Josef Sebald, den ehemaligen SPD-Stadtrat und Rosenheimer Bürgermeister. Die dritte Gedenktafel, gewidmet der jüdischen Kaufmannsfamilie Maier, findet ihren Platz am Ludwigsplatz. Christian Maier wird die Feierlichkeiten mit Akkordeonmusik begleiten.
Die Teilnehmer sind aufgefordert, Blumen niederzulegen – diese werden von der Stadt bereitgestellt. Wer Unterstützung bei der Anreise oder barrierefreie Hilfsangebote benötigt, kann sich an das Stadtarchiv Rosenheim wenden.
Die drei neuen Gedenktafeln werden als dauerhafte Mahnmale an die Menschen und Familien erinnern, die während der NS-Zeit verfolgt wurden. Ihre Enthüllung steht für das fortwährende Bemühen, die lokale Geschichte zu bewahren und diese Schicksale als Teil des Rosenheimer Gedächtnisses lebendig zu halten.






