15 May 2026, 22:14

Regensburg revolutioniert E-Auto-Laden mit minimalem Netzstrom und Batteriespeicher

Elektrofahrzeug-Ladestation mit der Beschriftung "V2G Fast Charger" mit B├Ąumen und einem Geb├Ąude im Hintergrund bei einem klaren blauen Himmel.

Regensburg revolutioniert E-Auto-Laden mit minimalem Netzstrom und Batteriespeicher

Ein innovatives Microgrid-Projekt in Regensburg zeigt, wie Schnellladestationen mit deutlich weniger Netzstrom als gedacht betrieben werden können. Das am Hauptsitz von Bayernwerk installierte System nutzt batteriegestützte Technologie, um Hochgeschwindigkeitsladen ohne aufwendige Infrastruktur zu ermöglichen. Tests bestätigen, dass es die Kosten senkt und die Effizienz von Ladeinfrastrukturen für Elektrofahrzeuge (E-Fahrzeuge) deutlich steigert.

Die Energielösung GmbH leitete das Projekt und setzte am Standort eine Kombination verschiedener Ladelösungen ein. Zwei herkömmliche Hochleistungslader – einer mit 150 kW und ein weiterer mit 50 kW Leistung – wurden mit einer ADS-TEC Energy ChargePost-Station gekoppelt. Diese Einheit bietet bis zu 300 kW Ladeleistung, gestützt durch ein Batteriespeichersystem mit 201 kWh Kapazität.

Das gesamte System kommt mit einem Netzanschluss von nur 125 kW aus. Dennoch kann die ChargePost auch mit einer Leistung von lediglich 22 bis 87 kW betrieben werden, ohne dass die volle Ladekapazität beeinträchtigt wird. Damit ist bewiesen, dass die Ladeleistung nicht mehr von der maximalen Netzversorgung abhängt.

Praktische Tests zeigten, dass das System die jährlichen Betriebskosten um mehrere tausend Euro reduziert. Zudem stabilisiert es das Netz, indem es überschüssige Kapazitäten mit anderen Ladestationen teilt und plötzliche Nachfragespitzen abfedert. Die Technologie lässt sich darüber hinaus nahtlos in bestehende Energie- und Gebäudemanagementsysteme integrieren und ermöglicht so eine zentrale Steuerung.

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Eine Masterarbeit der Technischen Hochschule Ingolstadt untersuchte die technischen Grundlagen des Projekts. Die Ergebnisse bestätigen die Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit des Systems für einen breiteren Einsatz.

Das Regensburg-Projekt beweist, dass Hochleistungsladen für E-Fahrzeuge auch mit minimalen Netzerweiterungen funktioniert. Durch die Kombination von Batteriespeichern mit intelligenter Steuerung senkt das System die Kosten und steigert die Effizienz. Dieser Ansatz könnte den Ausbau von Schnellladenetzen vorantreiben, ohne die lokale Strominfrastruktur zu überlasten.

Quelle