Rechtsextreme greifen Journalisten bei Versammlung in Schnellroda an
Kuno GeislerRechtsextreme greifen Journalisten bei Versammlung in Schnellroda an
In Schnellroda hat eine Gruppe von etwa 30 Rechtsextremisten Journalisten und Fotografen während einer Versammlung angegriffen.
Die Auseinandersetzung ereignete sich, als Mitglieder der Schweizer Gruppe Junge Tat, darunter Martin Sellner, sowie Vertreter der AfD-Jugendorganisation Junge Alternative an dem Treffen teilnahmen. Besonders aggressiv zeigten sich Manuel Corchia und Tobias Lingg – Corchia beschädigte das Objektiv einer Journalistin, während Lingg Fotografen mit Wasser bespritzte. Trotz der feindseligen Atmosphäre wurden keine Verletzungen gemeldet.
Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen wegen Körperverletzung, Beleidigung und Diebstahl im Zusammenhang mit dem Vorfall eingeleitet. Corchia und Lingg stehen in der Schweiz bereits wegen anderer Straftaten vor Gericht; ihre Beteiligung an diesem Fall könnte zu weiteren Untersuchungen durch die Schweizer Staatsanwaltschaft führen.
Der Vorfall wirft Fragen zur Sicherheit von Journalisten auf, die über rechtsextreme Veranstaltungen berichten. Die Behörden werten nun Videoaufnahmen und Zeugenaussagen aus, um die Verantwortlichen für die Angriffe zu identifizieren.
Die Ereignisse in Schnellroda haben polizeiliche Maßnahmen ausgelöst: Die Ermittlungen zu mehreren Straftatbeständen laufen. Während Corchia und Lingg in der Schweiz auf ihren Prozess warten, könnte ihr Verhalten in Deutschland Auswirkungen auf die juristischen Verfahren haben. Journalisten dokumentieren weiterhin solche Veranstaltungen – doch die Risiken von Belästigung und Gewalt bleiben bestehen.






