17 June 2026, 16:34

Rébecca Chaillons provokante Performance La Parabole du Seum bricht Tabus

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Rébecca Chaillons provokante Performance La Parabole du Seum bricht Tabus

Regisseurin Rébecca Chaillon präsentiert eine provokante neue Performance mit dem Titel La Parabole du Seum

Das Werk inspiriert sich an Octavia Butlers Roman Parabel vom Sämann und erkundet das Konzept der „Magie des Glaubens“. Gleichzeitig greift es die Lebensgeschichten einer Popikone und einer Astrophysikerin auf, die – wie Chaillon selbst – aus derselben stigmatisierten Banlieue stammen.

Die Aufführung beginnt damit, dass Julie Teuf dem Publikum Butter verteilt. Sie lädt die Zuschauer ein, davon zu kosten und an einer Verlosung teilzunehmen, bei der der Gewinner Lebensmittel im Wert von einem Zehntel seines Körpergewichts erhält.

Die Show inszeniert das Abnehmprogramm The Biggest Loser und mündet in groteske, absurde Szenen. Die Performenden entschuldigen sich für ihre Körper, die sie als regelbrechend beschreiben, und gestehen ungewöhnliche Essgewohnheiten. Sie thematisieren zudem ihre Wurzeln in den Pariser Banlieues, körperliche Gewalt, Essanfälle und das Leid, das mit ihrem Körperbild verbunden ist.

Chaillon, die sich selbst als „schwarze, dicke, kinderlose, alternde Lesbe“ bezeichnet, ist eine prägende Figur der französischen Kulturszene. Der Titel La Parabole du Seum spielt mit Begriffen wie „Parabel“, „Satellitenschüssel“ und dem französischen Slangausdruck seum, der Wut, Frustration und Bitterkeit bedeutet. Das Stück knüpft an ihr früheres Werk The Parable of Acid an, das sich mit dem Leben von Menschen auseinandersetzt, die sich als dick identifizieren.

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Die Performance verwebt persönliche und gesellschaftliche Themen zu einer aufrüttelnden Erzählung. Sie hinterfragt Vorstellungen von Körperbild, Identität und Glauben. Chaillons Werk setzt weiterhin Maßstäbe in der zeitgenössischen französischen Kultur.

Quelle