15 April 2026, 16:13

Quantencomputing könnte KI revolutionieren – und den Energiehunger zügeln

Ein Mobilbildschirm zeigt ein Bild eines Gehirns mit dem Text "Denken Elektronen?" im Zusammenhang mit der Quantenphysik.

Quantencomputing könnte KI revolutionieren – und den Energiehunger zügeln

Künstliche Intelligenz verbraucht mehr Energie denn je – sogar stillgelegte Atomkraftwerke werden reaktiviert, um den Bedarf zu decken. Doch das deutsche Start-up Planqc erforscht nun neue Wege, um KI mithilfe von Quantencomputing nachhaltiger zu gestalten. Ihr Ansatz könnte den Energieverbrauch senken, ohne die Genauigkeit zu beeinträchtigen.

Weltweit nutzt bereits jeder zehnte Mensch ChatGPT – und setzt damit Datencenter noch stärker unter Druck. Planqc setzt auf quanteninspirierte Methoden, die eine intelligentere und umweltfreundlichere Alternative bieten könnten.

Das Unternehmen entwickelt quanteninspirierte Tensor-Netzwerke, die die Präzision klassischer Deep-Learning-Modelle erreichen, dabei aber deutlich weniger Rechenleistung benötigen. Diese Netzwerke könnten den Energiebedarf für KI-Anwendungen drastisch reduzieren – und damit eine der größten Herausforderungen des Bereichs lösen.

Gleichzeitig geht Planqc das Problem der Zuverlässigkeit von KI an. Quantencomputing könnte Transparenz erhöhen und Fehler in Entscheidungsprozessen verringern, sodass Systeme verlässlicher werden. Zwei große Projekte laufen bereits, um diese Ideen zu testen.

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In einer Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) setzt Planqc Quantum Machine Learning ein, um Klimamodelle zu verbessern. Ziel ist es, präzisere Simulationen zu ermöglichen – und das ohne den üblichen Energieaufwand.

In einem weiteren Projekt arbeitet das Start-up mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und anderen Partnern zusammen, um quanteninspirierte Tensor-Netzwerke für die Qualitätskontrolle in der Produktion der Ariane-6-Rakete einzusetzen. Die Technologie könnte Inspektionen beschleunigen und den Energieverbrauch in der Fertigung senken.

Herausforderung bei herkömmlicher KI: Sie basiert oft auf immer größeren Rechenzentren und Datensätzen – was den Stromverbrauch in die Höhe treibt. Planqcs Ansätze könnten diesen Kreislauf durchbrechen, indem sie Quantenprinzipien nutzen, um mit weniger Ressourcen bessere Ergebnisse zu erzielen.

Sollte das Unternehmen erfolgreich sein, könnte seine Arbeit die KI schneller, transparenter und deutlich energieeffizienter machen. Von der Raumfahrt bis zur Klimaforschung könnten Branchen so Kosten und Umweltbelastung reduzieren. Die Projekte mit DLR und ESA werden entscheidend zeigen, ob die Technologie auch in der Praxis hält, was sie verspricht.

Quelle