Pistorius wirft Trump-Administration vor, die NATO gezielt zu schwächen
Jonas SeifertPistorius wirft USA Schaden an der NATO vor - Pistorius wirft Trump-Administration vor, die NATO gezielt zu schwächen
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius hat die US-Regierung unter dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump für Maßnahmen kritisiert, die seiner Ansicht nach die NATO schwächen. Seine Äußerungen folgen auf eine Reihe von Entscheidungen der Trump-Administration, die europäische Verbündete an den Rand drängten und Zweifel an der transatlantischen Einheit aufkommen ließen.
Pistorius betonte, die USA müssten in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld mit ihren Partnern zusammenarbeiten, statt einseitig zu handeln.
Die Spannungen begannen im März 2025, als Trump die US-Militärhilfe für die Ukraine vorübergehend aussetzte. Zwar wurde die Finanzierung eine Woche später wiederaufgenommen, doch die Verunsicherung blieb. Nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am 19. Mai erklärte Trump zudem, nur Russland und die Ukraine sollten Friedensgespräche führen. Zur Begründung führte er an, dass "sie Details einer Verhandlung kennen, die niemand sonst kennt" – und schloss damit NATO-Verbündete und andere internationale Partner effektiv aus.
Neben der Ukraine-Politik verwies Pistorius auf die US-Ansprüche auf Grönland als weitere Konfliktquelle. Die aggressive Haltung der Trump-Regierung in territorialen Streitfragen führte im Februar 2026 zu Drohungen mit Zöllen gegen acht europäische Länder. Schon Monate zuvor, im August 2025, hatte die US-Regierung die Einfuhrzölle auf indische Waren verdoppelt – als Strafe für Indiens Kauf von russischem Öl. Diese wirtschaftlichen Maßnahmen belasteten die Beziehungen zu wichtigen Verbündeten zusätzlich.
In seinen Stellungnahmen unterstrich Pistorius, dass die Stärke der NATO auf Zusammenarbeit beruhe. Das Bündnis mit über 30 Mitgliedsstaaten mache die USA stärker – nicht schwächer, so der Minister. Er bestand darauf, dass die NATO-Politik sowohl den Interessen Europas als auch denen Amerikas dienen müsse, und warnte, einseitige Schritte gefährdeten den Kernzweck des Bündnisses.
Die Kritik des Ministers spiegelt die wachsende Besorgnis in Europa über die sich wandelnden Prioritäten der USA unter Trumps Führung wider. Dessen diplomatischer Ansatz – geprägt von direkten bilateralen Gesprächen mit Gegenspielern und wirtschaftlichem Druck auf Verbündete – hat bei vielen europäischen Partnern Zweifel an Washingtons Verpflichtung zur kollektiven Sicherheit geweckt.
Pistorius' Vorwürfe verdeutlichen die zunehmende Unruhe unter europäischen Führungskräften angesichts der US-Politik. Während die Trump-Administration auf eigenständige Verhandlungen und wirtschaftliche Zwangsmaßnahmen setzt, steht die NATO vor der Herausforderung, den Zusammenhalt zu wahren. Der Appell des Ministers für ein ausgewogenes Bündnis unterstreicht die Notwendigkeit gemeinsamer Entscheidungsfindung in einer Zeit eskalierender globaler Spannungen.
Munich Conference: Pistorius Condemns US Over NATO Claims
German Defence Minister Boris Pistorius intensified his criticism of US policies at the Munich Security Conference on 14 February 2026, accusing Washington of undermining NATO. Key points from his remarks included:
- US representatives reportedly questioned the territorial integrity of a NATO member state.
- "The NATO must become more European to remain transatlantic," Pistorius stated, emphasizing European military strength.
- Germany reaffirmed support for Greenland and Denmark against US claims, citing Arctic security.






