04 April 2026, 14:16

Pfronten erhöht Wasser- und Abwassergebühren 2025 drastisch um bis zu 48 Prozent

Tortendiagramm auf einem Plakat, das die Finanzierung von sauberem Wasser durch 2007 zeigt, mit Text für weitere Details.

Pfronten erhöht Wasser- und Abwassergebühren 2025 drastisch um bis zu 48 Prozent

Wasser- und Abwassergebühren in Pfronten steigen ab nächstem Jahr deutlich an

Der Gemeinderat hat die Erhöhungen beschlossen – trotz Widerstand zweier Mitglieder gegen die Anpassung der Trinkwasserpreise. Die neuen Tarife angleichen die lokalen Kosten zwar an den bayerischen Durchschnitt an, belasten Haushalte aber mit zusätzlichen Jahreskosten.

Ab 2025 zahlen die Einwohner 43 Prozent mehr für Trinkwasser. Der Preis pro Kubikmeter steigt von 1,37 Euro auf 1,96 Euro netto. Auch die Grundgebühren für die Wasserversorgung werden spürbar teurer.

Noch stärker steigen die Abwassergebühren: Hier erhöht sich der Preis pro Kubikmeter um 48 Prozent – von 1,43 Euro auf 2,12 Euro netto. Damit liegt Pfronten knapp über dem bayerischen Durchschnitt von 2,09 Euro (Stand 2022).

Der Gemeinderat hatte kaum Spielraum, da das Kostendeckungsprinzip Kommunen verbietet, mit Wassergebühren Gewinne zu erzielen. Josef Steiner und Kilian Trenkle stimmten gegen die Erhöhung beim Trinkwasser, während die Anpassungen bei den Abwassergebühren ohne Widerspruch durchkamen. Die neuen Tarife gelten mindestens bis Ende 2029.

Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeuten die Änderungen Mehrkosten von etwa 28 Euro brutto pro Jahr für Trinkwasser und 27 Euro mehr für Abwasser. Die Anpassungen bringen Pfrontens Preise näher an den Landesdurchschnitt heran – 2022 lag der bayerische Trinkwasserpreis bei 1,94 Euro pro Kubikmeter.

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Die Gebührenerhöhungen treten 2025 in Kraft und bleiben bis 2029 unverändert. Zwar steigen die jährlichen Belastungen für Haushalte, doch entsprechen die Tarife nun der bayerischen Preisstruktur. Die Entscheidung des Gemeinderats spiegelt finanzielle Zwänge wider: Die Kosten für die Dienstleistungen müssen gedeckt werden, ohne dass die Kommune Gewinne erwirtschaftet.

Quelle