Bayerische Wirte gegen Verlängerung des Oktoberfests - Oktoberfest-Verlängerung scheitert an Traditionen und Logistik
Eine Debatte über eine mögliche Verlängerung des diesjährigen Oktoberfests ist entbrannt. Der Vorschlag kam auf, nachdem die Wiesn wegen einer Bombendrohung vorübergehend geschlossen werden musste. Doch wichtige Vertreter Münchens äußerten bereits Zweifel an der Idee.
Die Forderung nach einer Verlängerung des Volksfests stammte von Thomas Geppert, dem Landesgeschäftsführer des DEHOGA Bayern, dem Hotel- und Gaststättenverband des Freistaats. Er bezeichnete dies als Zeichen der Widerstandsfähigkeit nach der Unterbrechung. Doch der Widerstand formierte sich schnell.
Oktoberfest-Chef Christian Scharpf lehnte den Vorschlag ab und nannte eine spontane Verlängerung unwahrscheinlich. Auch Peter Inselkammer, Sprecher der Münchner Brauereien, schloss eine Ausdehnung aus. Er verwies auf festgeschriebene Arbeitsverträge und die Ungewissheit, ob überhaupt Besucher an einem zusätzlichen Tag kommen würden.
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann äußerte sich ebenfalls skeptisch. Er hinterfragte die Umsetzbarkeit einer solchen Planänderung in so kurzer Zeit vor dem Event. Seit 1872 dauert das Fest traditionell 16 Tage und beginnt am ersten Samstag nach dem 15. September.
Trotz des Aufrufs zu einer verlängerten Feier bleiben Veranstalter und Verantwortliche unüberzeugt. Verträge, Besuchernachfrage und jahrhundertelange Traditionen stehen dem Vorhaben im Weg. Vorerst wird das Oktoberfest daher wie gewohnt nach dem üblichen Zeitplan stattfinden.






