Oberasbach erhöht Grundsteuer: Notmaßnahme gegen drohende Insolvenz
Oberasbach hat die Grundsteuer erhöht, um seine Finanzen zu stabilisieren. Der Stadtrat billigte die Anhebung nach monatelangen Debatten über Haushaltskürzungen und Finanzierungslücken. Die Maßnahme ist Teil eines umfassenderen Plans, um ohne Landeshilfe die Insolvenz abzuwenden.
Der Beschluss, den Hebesatz der Grundsteuer B auf 690 Punkte anzuheben, wurde Anfang 2026 finalisiert. Damit steigen die kommunalen Abgaben für alle bebauten und bebaubaren Grundstücke in der Stadt. Besitzer von Wohnimmobilien, Gewerbeflächen und unbebauten Grundstücken müssen künftig mit höheren Bescheiden rechnen.
Die Steuererhöhung ist ein zentraler Baustein des Konsolidierungskonzepts für den Haushalt 2026. Bis Ende Februar waren die meisten Einsparungen beschlossen, die letzte größere Kürzung folgte Mitte März. Trotz dieser Schritte gelang es der Verwaltung jedoch nicht, den Verwaltungshaushalt ohne Rückgriff auf Rücklagen auszugleichen.
Um die verbleibenden Deckungslücken zu schließen, nimmt die Stadt nun Millionenkredite für Investitionen auf. Die Verantwortlichen betonten, Oberasbach erfülle nicht die Voraussetzungen für Landesrettungsschirme aus München – lokale Lösungen blieben damit die einzige Option. Priorität hat aktuell der Ausbau der Pestalozzi-Schule, der unverzüglich beginnen muss, um bis zum Sommer 2028 eine ganztägige Betreuung zu ermöglichen.
Mit der höheren Grundsteuer und den neuen Krediten soll die finanzielle Zukunft Oberasbachs gesichert werden. Ohne externe Hilfe ist die Stadt auf steigende Einnahmen und Kreditaufnahmen angewiesen, um grundlegende Leistungen zu finanzieren. Die Änderungen treten mit der Umsetzung des Haushalts 2026 in den kommenden Monaten in Kraft.






