06 May 2026, 16:12

Norwegens Biathlet:innen fliegen per Helikopter zum LOOP-ONE-Festival – widerwillig und unter Druck

Plakat für die Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 1985 in Seefeld, Schweiz, das eine verschneite Landschaft mit Skifahrern, Pferden, Stäben, Flaggen, Gebäuden, Bäumen und Text vor einem Himmel zeigt.

Norwegens Biathlet:innen fliegen per Helikopter zum LOOP-ONE-Festival – widerwillig und unter Druck

LOOP-ONE-Festival startet in München – norwegische Biathlet:innen nur widerwillig dabei

Das von der Internationalen Biathlon-Union (IBU) organisierte LOOP-ONE-Festival beginnt an diesem Wochenende im Münchner Olympiapark. Auch norwegische Biathlet:innen, darunter Weltmeister Sturla Holm Lægreid, werden teilnehmen – allerdings nicht ohne Vorbehalte. Das Team wirft der IBU vor, unter Druck gesetzt worden zu sein; die Organisation übernahm sogar die Reisekosten, um die Teilnahme zu sichern.

Aktuell befindet sich das norwegische Team in einem Höhen trainingslager in Lavazè, Italien, das für den Aufbau der Ausdauer vor den Olympischen Winterspielen 2026 in Antholz entscheidend ist. Eine Unterbrechung der Vorbereitungen kam nicht infrage. Da das Festival terminlich mit dem Trainingsplan kollidierte, sprang die IBU ein: Sie organisierte einen Helikopter, der die Sportler:innen nach München und zurück fliegt – finanziert aus den Startgeldern des Events.

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Der Hin- und Rückflug kostet rund 14.000 Euro und dauert etwa eine Stunde, was im Vergleich zur vierstündigen Autofahrt eine erhebliche Zeitersparnis bedeutet. Lægreid, der den Plan zunächst ablehnte, willigte schließlich ein – die olympische Vorbereitung hatte für ihn Vorrang vor logistischen Bedenken.

Trotz der Störung werden die Norweger:innen nun doch beim Festival antreten. Die IBU hatte klar gemacht, dass eine Absage nicht verhandelbar sei, und ließ dem Team kaum eine Wahl, als die Pläne anzupassen.

Die Ankunft in München erfolgt per Helikopter, bezahlt aus dem Event-Budget der IBU. Ihre Teilnahme sichert den reibungslosen Ablauf des LOOP-ONE-Festivals – wenn auch auf Kosten des Höhen trainings. Nach dem Wettkampf kehrt das Team zurück nach Lavazè, um sich weiter auf Antholz 2026 vorzubereiten.

Quelle