Nachfolgekrise bedroht 231.000 deutsche Unternehmen bis 2025 – droht die große Schließungswelle?
Bert BiggenNachfolgekrise bedroht 231.000 deutsche Unternehmen bis 2025 – droht die große Schließungswelle?
Immer mehr deutsche Unternehmen drohen die Schließung, weil ältere Inhaber keine Nachfolger finden. Bis 2026 benötigen über 190.000 Betriebe mit 2,5 Millionen Beschäftigten eine neue Führung. Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat UnternehmerTUM ein Programm für „Unternehmensgründung durch Übernahme“ (Entrepreneurship through Acquisition, ETA) ins Leben gerufen, um Arbeitsplätze und regionale Wirtschaftskraft zu sichern.
Die Nachfolgekrise trifft besonders kleine und mittlere Unternehmen hart. Allein in Bayern fehlt bei 36.500 Firmen mit 618.000 Mitarbeitern ein klarer Übergabeplan. Bundesweit könnten bis Ende 2025 rund 231.000 Betriebe schließen – 67.500 mehr als bisher erwartet. Viele Inhaber sind über 60 Jahre alt, doch weniger als die Hälfte hat eine Nachfolgelösung organisiert.
Das ETA-Programm unterstützt Unternehmer dabei, bestehende Unternehmen zu übernehmen und weiterzuentwickeln. Partner wie Novastone, die Deutsche Bank Wealth Management und Tengelmann Growth Partners begleiten die Initiative. Der ETA-Hub von UnternehmerTUM vernetzt zudem Investoren mit Unternehmen, fördert den Wissensaustausch und schlägt Brücken zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.
Christian Mohr, Chief Customer Officer von UnternehmerTUM, bezeichnet die Nachfolgelücke als eine der größten wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands. Ohne Gegenmaßnahmen drohen Arbeitsplatzverluste, der Verlust regionaler Wertschöpfung und ein Rückgang an Innovation.
Die ETA-Initiative soll Betriebsschließungen verhindern, indem sie Käufer und gefährdete Unternehmen zusammenbringt. Da noch Tausende Betriebe auf Nachfolger warten, bietet das Programm eine strukturierte Lösung, um Arbeitsplätze und wirtschaftliche Stabilität zu bewahren. Nun geht es darum, die Unterstützung auszubauen, bevor noch mehr Unternehmen verschwinden.






