Mysteriöse Greifvogel-Toten in Bayern: Polizei ermittelt wegen Vergiftungsverdachts
Anto LehmannTote Greifvögel am Inn-Brücke gefunden - Polizei ermittelt - Mysteriöse Greifvogel-Toten in Bayern: Polizei ermittelt wegen Vergiftungsverdachts
Reihe von Greifvogel-Toten in Bayern löst Polizeiermittlungen aus
Seit Beginn des Sommers wurden in zwei getrennten Gebieten bei Landau 21 tote Greifvögel entdeckt. Die Behörden vermuten nun gezielte Straftaten hinter den ungewöhnlichen Todesfällen.
Der erste Vorfall ereignete sich in Simbach, wo 17 tote Greifvögel aufgefunden wurden. Die Polizei geht davon aus, dass die Tiere mit Carbofuran vergiftet worden sein könnten – einem in Deutschland verbotenen Wirkstoff. Ein 64-jähriger Mann aus dem Landkreis Rottal-Inn gerät seitdem in Verdacht, in der Region vergiftete Köder ausgelegt zu haben.
Später wurden vier weitere tote Greifvögel auf einer Brücke über den Inn in Neuhaus am Inn entdeckt. Zwar steht die genaue Todesursache noch nicht fest, doch die Ermittler behandeln die Fälle als zusammenhängend. Da alle Greifvögel in Deutschland nach dem Bundesnaturschutzgesetz unter strengem Schutz stehen, stellt eine vorsätzliche Schädigung eine Straftat dar.
Die Polizei hat Ermittlungen nach dem Tierschutzgesetz eingeleitet. Im Falle einer Verurteilung droht dem Beschuldigten eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren oder ein hohes Bußgeld. Das Töten oder Fangen dieser Vögel ist gesetzlich strengstens verboten.
Die Ermittlungen laufen noch, während die Behörden die genaue Todesursache klären. Sollten die Beweise eine vorsätzliche Vergiftung bestätigen, könnten rechtliche Konsequenzen folgen. Der Fall könnte richtungsweisend für die Durchsetzung des Artenschutzes in der Region werden.






