Münchner Start-up Alpine Eagle revolutioniert Drohnenabwehr mit 10 Millionen Euro Förderung
Jonas SeifertMünchner Start-up Alpine Eagle revolutioniert Drohnenabwehr mit 10 Millionen Euro Förderung
Münchner Start-up Alpine Eagle sichert über 10 Millionen Euro für Ausbau seines luftgestützten Anti-Drohnen-Systems
Das in München ansässige Verteidigungs-Start-up Alpine Eagle hat mehr als 10 Millionen Euro an Fördermitteln eingeworben, um seine luftgestützte Abwehrplattform gegen Drohnen auszubauen. Die bereits mit der deutschen Bundeswehr getestete Sentinel-Plattform soll nun in die Großserienfertigung gehen. Eine neue Partnerschaft mit dem niederländischen UAV-Hersteller DeltaQuad zielt darauf ab, die Kapazitäten durch europäische Zulieferer zu stärken.
Gegründet wurde Alpine Eagle 2023 von Jan-Hendrik Boelens und Timo Breuer. Das Unternehmen entwickelte Sentinel als luftgestützte Lösung, um feindliche Drohnen unschädlich zu machen. Im Gegensatz zu bodengestützten Systemen operiert es aus der Höhe, um Geländehindernisse und Probleme bei der Zielverfolgung zu vermeiden. Das System nutzt eine Trägerdrohne, die Abfanggeräte mitführt, um Bedrohungen entweder einzufangen oder zu zerstören.
Die deutsche Bundeswehr wurde 2024 zum ersten Kunden von Sentinel. Seither wurde die Technologie in der Ukraine sowie mit US-amerikanischen und britischen Streitkräften erprobt. Die zugehörige Softwareplattform Sentinel-OS ist hardwareunabhängig einsetzbar und unterstützt sowohl Standard- als auch maßgeschneiderte Systeme.
Mit einer im März 2025 von IQ Capital angeführten Finanzierungsrunde skaliert das Unternehmen nun seine Aktivitäten. Geplant sind eine 2.000 Quadratmeter große Produktionsstätte in der Nähe Münchens sowie eine Verdopplung der Belegschaft. Die Kooperation mit DeltaQuad soll helfen, die Nachfrage durch europäische Fertigungsnetzwerke zu decken.
Die Sentinel-Plattform steht kurz vor der Serienreife, wobei die deutsche Bundeswehr als bestätigter Erstpartner fungiert. Die erweiterte Produktionsstätte und das vergrößerte Team ermöglichen eine breitere Einsatzfähigkeit, während die Zusammenarbeit mit DeltaQuad die Lieferketten widerstandsfähiger macht. Weitere Kundendetails jenseits Deutschlands wurden bisher nicht bekannt gegeben.






