15 April 2026, 18:13

Münchens S-Bahn bekommt zweite Hauptstrecke – Milliardenprojekt gegen Verspätungen beginnt

Schwarz-weiß-Foto eines Tunnels im Bau mit Eisenbahnschienen, einer Brücke mit Pfeilern und Geländern, Bäumen und Himmel

Bauarbeiten jetzt entlang der gesamten zweiten S-Bahn-Linie - Münchens S-Bahn bekommt zweite Hauptstrecke – Milliardenprojekt gegen Verspätungen beginnt

In München haben die Bauarbeiten für die zweite Hauptstrecke der S-Bahn begonnen – ein großes Ausbauprojekt, das die Verspätungen im überlasteten Schienennetz der Stadt verringern soll. Bisher wird das Gebiet nur von einer einzigen Hauptstrecke bedient, was Pendler häufigen Störungen aussetzt. Die neue Strecke soll die Verbindungen im gesamten Netz stärken und zuverlässiger machen.

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Die Arbeiten an der östlichen Teilstrecke des Projekts, die sich von Laim bis zum Leuchtenbergring erstreckt, laufen nun in vollem Gange. Allein diese Phase wird rund eine Milliarde Euro kosten und in Spitzenzeiten bis zu 1.000 Arbeiter beschäftigen. Ein zentrales Element wird der neue, 16 Meter tiefe Bahnhof München Ost sein, der für steigende Fahrgastzahlen ausgelegt ist.

Die Strecke wird etwa zehn Kilometer lang sein und an einigen Stellen bis zu 48 Meter unter der Erde verlaufen. Entlang der Route sind fünf neue Stationen geplant. Tunnelbohrmaschinen mit einem Durchmesser von über acht Metern werden fast drei Kilometer durch den Münchner Untergrund graben. Zwischen Isar und Leuchtenbergring entstehen zwei Haupttunnel sowie ein separater Rettungstunnel.

Die gesamte zweite S-Bahn-Hauptstrecke soll insgesamt über elf Milliarden Euro kosten. Nach ihrer Fertigstellung wird sie Staus reduzieren und die Pünktlichkeit im Münchner S-Bahn-Netz verbessern.

Das Projekt stellt einen bedeutenden Modernisierungsschritt für die Schieneninfrastruktur Münchens dar. Mit tiefer liegenden Tunneln, modernen Bahnhöfen und einer widerstandsfähigeren Streckenführung wird die neue Linie Verspätungen verringern und die Kapazitäten erhöhen. Nach der Vollendung profitieren nicht nur tägliche Pendler, sondern das gesamte Verkehrssystem der Stadt von den langfristigen Verbesserungen.

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