Mordprozess: War der tödliche Schuss auf den Geschäftspartner geplant oder impulsiv?
Jonas SeifertMordprozess: War der tödliche Schuss auf den Geschäftspartner geplant oder impulsiv?
Ein 51-jähriger Mann steht wegen des tödlichen Schusses auf seinen Geschäftspartner im April 2023 vor Gericht. Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ein Streit über Auslandsinvestitionen und unbeglichene Schulden. Die Staatsanwaltschaft fordert eine 15-jährige Haftstrafe wegen vorsätzlichen Tötungsdelikts.
Der Angeklagte räumte ein, dreimal geschossen zu haben, behauptete jedoch, es sei eine "Kurzschlussreaktion" nach einem hitzigen Streit und Drohungen des Opfers gewesen. Sein Verteidiger wies die Vorstellung einer geplanten "Hinrichtung" zurück und plädierte für eine mildere Strafe von fünf Jahren.
Videoaufnahmen und Zeugenaussagen belasten den Angeklagten schwer, da sie ihn am Tatort platzieren und damit die Anklage stützen. Der Anwalt der Opferfamilie hatte auf einen Mordvorwurf bestanden, doch das Gericht lehnte dies ab. Stattdessen blieb es bei der Anklage wegen vorsätzlicher Tötung.
In den Plädoyers forderte die Staatsanwaltschaft erneut 15 Jahre Haft, während die Verteidigung betonte, die Tat sei nicht vorbedacht gewesen, und um Milde bat. Das Urteil soll am Mittwochnachmittag verkündet werden.
Im Prozess dreht sich alles um die Frage, ob der Schuss geplant oder impulsiv erfolgte. Die Entscheidung des Gerichts wird über die Höhe der Strafe entscheiden – die Staatsanwaltschaft verlangt 15 Jahre, die Verteidigung plädiert für fünf. Das Urteil könnte einen Schlussstrich unter einen Fall ziehen, der in finanziellen Konflikten und persönlichen Drohungen verwurzelt ist.






