Mit zwölf Jahren zum Schiedsrichter: Raffaels außergewöhnlicher Aufstieg im Fußball
Jonas SeifertMit zwölf Jahren zum Schiedsrichter: Raffaels außergewöhnlicher Aufstieg im Fußball
Mit gerade einmal zwölf Jahren hat Raffael Gonzales Geschichte geschrieben: Er ist einer der jüngsten Fußballschiedsrichter Deutschlands. Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) erteilte ihm eine Sondergenehmigung, die es ihm ermöglicht, Spiele zu leiten – lange bevor das übliche Mindestalter erreicht ist. Mit Karten, Notizblock und Sprühdose für Freistöße im Gepäck pfeift er nun wöchentlich Partien, während er gleichzeitig seine eigene Karriere als Spieler und ehrenamtliche Tätigkeiten unter einen Hut bringt.
Sein Weg begann mit Online-Seminaren, einer theoretischen Prüfung und einem Fitness-Test, um die Schiedsrichterlizenz zu erwerben. Sein erstes Spiel leitete er auf der Sportanlage des TSV Burgfarrnbach – der Startschuss für seine Laufbahn als Unparteiischer. Mittlerweile ist er Teil des Schiedsrichterverbandes Fürth und kommt auf bis zu zwei Einsätze pro Woche.
Seine Familie spielt eine zentrale Rolle in seinem Werdegang. Seine Mutter Vanessa verfolgt die Spiele von der Seitenlinie aus, während sein Großvater – selbst ehemaliger Schiedsrichter – ihm mit Rat zur Seite steht. Ein Vorbild ist für Gonzales zudem Pascal Qualle, ein junger Unparteiischer und Influencer, der sich für Respekt und Fairplay einsetzt.
Neben dem Schiedsrichterdasein kickt Gonzales beim ASV Vach und engagiert sich ehrenamtlich bei der örtlichen Feuerwehr. Auf TikTok teilt er seine Erfahrungen und spricht über die emotionalen Herausforderungen des Jobs – besonders in hitzigen Schlussphasen. Langfristig strebt er die Bayernliga oder sogar die dritte Liga an.
Gonzales' schneller Aufstieg zeigt seine Leidenschaft für den Fußball und das Schiedsrichterwesen. Mit Rückhalt durch Familie und Mentoren sammelt er weiter Erfahrung auf dem Platz. Sein Ziel, in höheren Ligen zu pfeifen, bleibt fest im Blick.






