22 March 2026, 18:14

Mindestlohn steigt auf 14,60 Euro – Gastronomie bangt um ihre Zukunft

Altes Buch mit dem Titel 'American Hotel Bill of Fare von 1862' mit einer Abbildung eines Gebäudes auf dem Cover, das detaillierte Texte der Restaurantangebote enthält.

Mindestlohn steigt auf 14,60 Euro – Gastronomie bangt um ihre Zukunft

Die deutsche Bundesregierung hat eine weitere Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns beschlossen. Bis Januar 2026 steigt dieser auf 13,90 Euro pro Stunde, 2027 dann auf 14,60 Euro. Von der Anpassung profitieren rund sechs Millionen Beschäftigte – doch besonders in der Gastronomie wachsen die Sorgen der Unternehmen.

Der Mindestlohn ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Anfang 2022 lag er noch bei 9,82 Euro, im Juli desselben Jahres erhöhte er sich auf 10,45 Euro. Es folgten weitere Anpassungen: 12,00 Euro im Oktober 2022, 12,41 Euro im Januar 2024 und 12,82 Euro im Januar 2025. Die jüngsten Beschlüsse sehen nun 13,90 Euro für 2026 und 14,60 Euro für 2027 vor.

Für Arbeitgeber bedeutet dies deutlich höhere Lohnkosten. Allein die Gastronomiebranche muss 2026 mit zusätzlichen Belastungen von 2,2 Milliarden Euro rechnen, 2027 steigen diese auf 3,4 Milliarden Euro. Viele Betriebe warnen, die Mehrkosten könnten zu Preiserhöhungen für Kunden führen. Die ohnehin durch demografische Veränderungen verschärften Fachkräftemängel drohen sich weiter zu verschlimmern, da Unternehmen um die Aufrechterhaltung ihrer Servicequalität ringen.

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Der Dehoga Bayern, der die Interessen der Gastronomie vertritt, fordert die Politik zum raschen Handeln auf. Ein vorgeschlagenes Reformpaket umfasst Steuerentlastungen, Bürokratieabbau und flexiblere Arbeitszeitregelungen. Ohne solche Maßnahmen, so die Argumentation, könnte die Wettbewerbsfähigkeit der Branche weiter leiden.

Die Lohnerhöhungen bringen Geringverdienern zwar mehr Geld in die Tasche. Für Arbeitgeber – insbesondere in der Gastronomie – wird die finanzielle Belastung jedoch immer größer. Steigende Kosten und Personalengpässe könnten in den kommenden Jahren zu höheren Preisen oder eingeschränkten Leistungen führen.

Quelle